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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Das tägliche Grauen auf dem Niddauferweg
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Alt 29.10.2017, 12:58   #653
Talamera
sagt "Hallo allerseits!"
 
Registriert seit: 16.10.2007
Beiträge: 2
Das Thema "Lutschen" ist ja etwas eingeschlafen, aber dennoch eigentlich immer aktuell, sodass ich kurz einmal über mein Erlebnis vom letzten Freitag auf dem Niddauferweg berichten möchte.
Kurz nach dem Hausener Schwimmbad habe ich an meinem Garmin einige Änderungen an den Einstellungen vornehmen müssen, sodass ich am Wegrand kurz angehalten habe. Beim Losfahren habe ich natürlich kurz noch hinten geschaut und dabei sind mir in etwa 200 m Entfernung zwei Typen kurz ins Blickfeld gekommen, die ich dann aber nicht mehr weiter wahrgenommen habe. Nach der Brücke beim "Schuch" war ich dann ausreichend warmgefahren, sodass ich dann etwas schneller (>30) fuhr. Während der nächsten 3 km bis zum Minigolfplatz hatte ich zwar einmal den Eindruck, dass Jemand evtl. an meinem Hinterrad kleben könnte, da ich mir aber nicht sicher war, habe ich das dann auch nicht weiter beachtet. Da mir schließlich die Nase lief, habe ich mich auf Höhe des Minigolfplatzes zum rotzen leicht noch rechts hinten gedreht, und da ist mir dann aufgefallen, dass direkt an meinem Hinterrad ein Typ klebt. Da ich bis dahin garnicht mehr registriert hatte, dass so ein Lutscher hinter mir her sein könnte, war ich in dem Moment etwas erschrocken und bin direkt in Wegmitte ausgeschert und habe dann leicht gebremst. Ich vermute einmal das der Typ diesen Schlenker auch mitmachen wollte, was dazu führte, dass er daraufhin ziemlich in Bedrängnis kam und es gerade noch schafte, mit einer Vollbremsung an mir rechts vorbeizukommen. Es stellt sich heraus, dass das die Typen vom Hausener Schwimmbad waren und der Andere mit seinem Elektrorad links an mir bremsend vorbeirutschte. Die Beiden waren natürlich ziemlich laut am fluchen, worauf ich ihnen zurief, dass man sich gefälligst bemerkbar machen sollte und höflich fragt, wenn man im Windschatten fahren möchte. Daraufhin wollte ich meine Fahrt fortsetzen, was aber von einem der Typen verhindert wurde, der mich in den Zaun der Minigolfanlange abdrängte, sodass ich fast hingestürzt wäre und er mich schließlich an meiner Radjacke so packte, dass ich zugeben muss, etwas Panik geraten zu sein. Er drohte mir dann Schläge an und worauf hin ich mich ruhig verhielt und hoffte, dass die Situation nicht weiter eskaliert. Irgendwann hat er mich dann losgelassen und die Typen sind dann kurz hinter der Minigolfanlage schließlich links abgebogen.
Ich wohne direkt am Niddaweg und bin demzufolge sehr oft dort unterwegs, aber so etwas habe ich in meiner ganzen aktiven Radfahrerzeit noch nicht erlebt. Möglicherweise war das Bremsmanöver von mir ja vielleicht etwas unüberlegt, aber ich war in dem Moment so erschrocken, dass man nicht wirklich von einer rationalen Entscheidung sprechen kann. Jedenfalls ist die Erkenntnis für mich daraus, das Lutschen Andere, sofern man es bemerkt, direkt zu unterbinden, da es für alle Beteiligten sonst äußerst gefährlich werden kann.
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