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Alt 07.10.2017, 19:10   #8667
Foxi
Szenekenner
 
Registriert seit: 24.02.2009
Beiträge: 1.813
Zitat:
Zitat von triduma Beitrag anzeigen
Ein 12-17 Stunden Finisher der z. B. wegen einer Erkältung einen Hustensaft nimmt um schneller wieder gesund zu werden ist für mich kein Doper. Selbst wenn in dem Medikament was drin ist, was vielleicht verboten ist.
Ich denke der hat bestimmt viel Geld, Zeit und Training investiert und will nichts anderes als gesund am Start zu stehen und zu finishen.
Anders sehe ich das natürlich bei einem Sub 10h Finisher wo es um vordere Platzierungen oder gar Hawaii Slots geht.
In diesem Punkt bin ich nicht deiner Meinung.
Weder die Absicht bzw. Motivation noch die Erfolgsaussicht im Wettkampf können Rechtfertigungs- bzw. Entschuldigungsgründe für einen Dopingverstoß sein. Da es ohnehin so unglaublich schwer ist, den Dopingbegriff zu fassen (und entsprechend zu sanktionieren), muss nach derzeitigem Stand eben das Regelwerk bzw. die Verbotsliste das Kriterium sein. Wer mit einem der dort gelisteten Substanzen im Körper erwischt wird, muss als gedopt gelten. Den Handel mit bzw. die Weitergabe entsprechender Substanzen lasse ich hier erstmal außen vor.

Das Argument, ein AK-Athlet habe andere Ziele als ein PRO und sei deshalb anders zu behandeln oder in seinem Tun anders zu bewerten, zieht m.E. nicht; denn beide sind ja in ihrer Zielsetzung gleich, im Wettkampf möglichst gut abzuschneiden. Die Zeit kann da nicht ausschlaggebend sein.
Derart grundsätzliche Erwägungen betreffen den Sport auch grundsätzlich. Zwar kann man über die Verbotsliste oder ihr Zustandekommen trefflich diskutieren, nicht jedoch über deren Notwendigkeit.
Neben der Leistungserbringung und dem Leistungsvergleich ist für den Sport eben auch ein Regelwerk konstitutiv, besonders unter Wettkampfgesichtspunkten. Dazu gehört auch ein Verbot unerlaubter, leistungsfördernder Hilfsmittel. Wenn man also beginnt, hier mit unterschiedlichen Maßstäben zu messen, stellt man unter sportethischer Perspektive die Grundlagen des Sports insgesamt in Frage.

Dass das auch auf höchster Verbandsebene leider oftmals anders gehandhabt wurde, hat die Vergangenheit gezeigt. Aber deshalb sollte m.E. der grundsätzliche Ansatz nicht aufgegeben werden.
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