Zitat:
Zitat von MattF
An fast jeder Kneipe steht: Wir stellen ein....
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Aber es ist doch kein richtiger Job. Um davon in Münchener alleine eine Wohnung zahlen zu können müsste man davon schon 5 haben, da die doch eh auf 400€ Basis laufen.
Es kommt halt immer darauf an in welchen Kreisen man sich bewegt. Ich habe ja nun wie auch Jens (zwar auf einem anderen Feld) eher mit der Klientel zu tun, die man als Verlierer des Bildungssystems bezeichnen kann und für diese ist es nicht leicht im Arbeitsmarkt unterzukommen, da von diesen Menchen verlangt wird, für ein sehr geringes Einkommen zu unmöglichen Zeiten richtig harte Arbeit abzuleisten.
Das Nachwuchsproblem im Handwerk sehe ich als systembedingtes und vor allem hausgemachtes Problem an. Man suggeriert den Jugendlichen heute doch früh dass ein Abitur notwendige Bedingung für den Berufseinstieg ist. So verschiebt sich unser Bildungssystem zu immer mehr Abiturienten und Hauptschulabschlüsse sind nichts mehr wert. Der gemeine Abiturient geht aber neunmal in der Regel erst einmal studieren anstatt eine Ausbildung zu machen oder nutzt die Ausbildung nur als Zusatzqualifikation für das Leben nach dem Studium. So haben wir eine Menge junger Leute, die im Prinzip nur studieren um des Studierens die dem Handwerk fehlen. Dazu kommt die fehlende Wertschätzung für viele Handwerksberufe, was in anderen Kulturen ganz anders ist.
Das Handwerk hat ähnlich wie der öffentliche Dienst (zumindest die Polizei) meines Erachtens zu sehr darauf ausgeruht, dass es immer genug Bewerber gab und die Veränderungen in der Entwicklung verschlafen. Und so konkurriert man plötzlich gegen viele andere Optionen.
Und hier sind wir dann wieder bei Zuwanderung. Hier kann kontrollierte Zuwanderung von potentiellen Arbeitnehmern, die für ihr eigenes Auskommen sorgen, sehr helfen.
Unsere Flüchtlingskrise krankt halt daran, dass Verfolgte, Kriegsflüchtlinge, Berufskriminelle, Sozialschmarotter und Zuwanderer in den einen Topf geworfen werden.