Ich frage mich, was dieses Armstrong bashing immer soll. Meiner Meinung nach gibt es vier Szenarien mit leider recht unterschiedlichen Wahrscheinlichkeiten:
A: Armstrong war sauber und ein Teil des Pelotons ebenfalls.
B: Armstrong war voll bis oben hin, der Rest des Pelotons auch.
C: Armstrong war voll, der Rest war sauber.
D: Armstrong war sauber, der Rest war voll.
C und D kann man wohl direkt vergessen, da beide Alternativen relativ unwahrscheinlich sind. Bleiben A und B. In beiden Fällen kann man ihm nicht mehr vorwerfen als seiner Konkurrenz (zu der auch Ulle und Jens zählte) und insofern passt es dann auch wieder. Die Alternative mit der höchsten Wahrscheinlichkeit ist leider B, aber warum ist dann immer nur Armstrong der Arsch der Nation?
Sicherlich, er polarisiert wie kaum ein anderer und seine amerikanische Einstellung bereitet vielen Europäern Probleme, was ihn aber meiner Meinung nach auszeichnet, ist sein enorme Willensstärke und vor allem, was er neben dem Rad alles geleistet hat. Welcher Radprofi kümmert sich wie er damals um die gesamte Organisation eines Teams, übernimmt Sponsorenverhandlungen, wählt Mitfahrer aus und dergleichen. Dazu die Gründung der Livestrong Foundation und sein Einsatz dafür. Da gibt es wohl recht wenige Radprofis.
Ich war schon früher ein Armstrong Fan, weil mich seine Geschichte faszinierte, spätestens seit es mich auch erwischt hat, habe ich mich etwas intensiver damit auseinandergesetzt und habe auch erfahren, welche Hoffnung er anderen Menschen (nicht nur mir) durch seine Leistungen gibt. Man mag das als Marketing und Selbstdarstellung ansehen, aber vielen Betroffenen helfen solche Geschichten tatsächlich.
Insofern:
Lance forever!
Und weil es so schön ist:
Klick
Nopogobiker