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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Zehntausende Pariser demonstrieren gegen "Homo-Ehe"
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Alt 30.06.2017, 21:02   #815
Jörn
Esst mehr Gemüse
 
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Registriert seit: 22.09.2006
Beiträge: 3.499
Zitat:
Zitat von JENS-KLEVE Beitrag anzeigen
Schade, dass ich in so eine Liste gesetzt werde. Ich bin ein toleranter Mensch, ich habe viele Schwule Freunde und in manchen Phasen meines Lebens wünschte ich mir selber schwul zu sein, bin ich aber nicht. Für mich sind selbstverständlich Schwule genauso viel Wert wie Nicht-Schwule, sie sollen die gleichen Rechte haben, beim Finanzamt, beim Erbe usw.

Trotzdem würde ich es nicht Heirat nennen. Es ist für mich etwas anderes. Ich bin auch für die Gleichberechtigung der Frau, trotzdem wird es da immer Unterschiede geben. Und für diese Unterschiede muss man sich auch nicht schämen, man darf ja auch stolz drauf sein. Bei meiner Hochzeit wurden wir vor versammelter Gästegemeinschaft daran erinnert, dass es nun unsere Aufgabe sei Kinder in die Welt zu setzen. Egal wie oft schwule Pärchen das versuchen werden, es wird nicht klappen. Ich würde es ihnen ja gönnen, aber es geht nicht. Sie werden adoptieren müssen. Weitere Unterschiede muss ich wohl nicht extra nennen. Es ist ja nicht meine Schuld, dass es diese Unterschiede gibt.

Bin ich jetzt ein schlechterer Forumsteilnehmer?
Ich finde vor allem diese letzte Frage interessant: Bist Du ein schlechter Forumsteilnehmer?

Ich könnte rein hypothetisch sagen, dass Du ein schlechter Forumsteilnehmer bist, worauf Du empört verlangen würdest, dass ich Beweise vorlege. Ich würde daraufhin sagen, am Ende sei es eine Gewissensentscheidung, und für mich wärest Du eben ein schlechter Teilnehmer, und ich würde Dich dennoch um Respekt für meine Haltung bitten. Ich würde Dir ebenfalls Respekt zusichern, dennoch bliebe ich bei meiner Haltung.

Dann würdest Du womöglich alle Deine bisherigen Postings der letzten zehn Jahre präsentieren, und darauf bestehen, dass keine negativen Dinge dabei waren. Ich würde antworten, dass es eben um unterschiedliche Ebenen ginge, und dass ich Dich auch keinesfalls persönlich angreifen wolle, aber für mich (persönlich!) wärest Du eben ein schlechter Teilnehmer.

Du würdest fragen, ob es überhaupt irgendeinen Beweis geben könne, der mich überzeugen würde. Ich würde antworten, nein, hier ginge es eben um langjährige Tradition, und für mich hätte es eben eine ganz bestimmte Bedeutung, und mein Gewissen erlaube es mir nicht. Und dann würde ich die rhetorische Frage in den Raum werfen: Bin ich deswegen ein schlechter Mensch? Nur weil ich eine Meinung habe?

——

Die olle Kamelle mit dem Kinderkriegen gehört zur untersten Schublade der ganzen Homo-Debatte. Wenn Du dieses Argument verwendest, demonstrierst Du damit, auf welcher Stufe Du diese Debatte zu führen wünschst.

Dass die Ehe ein reiner Brutofen für Nachwuchs ist, ist ein bizarres Zerrbild der Ehe. Die Ehe steht nämlich für sich selbst; sie braucht keinen zusätzlichen „Zweck“ oder eine vorzeigbare Legitimation. Das wäre katholisches Hinterwäldler-Gerede. Die Ausrichtung auf „Produktion“ degradiert die Ehe zu einem Reagenzglas. Es ist nicht diese Art Ehe, die heute gefeiert wird. Heute ging es um Liebe, um das Leben und die Freiheit. Diese Werte brauchen keine Begründung.

Nirgends, weder in den Gesetzbüchern, noch in der Bibel, wird die Ehe definiert als Produktionsstätte von Kindern. Sondern es geht um den Bund. Es geht um das Versprechen. Es geht um das Angekommen-Sein und Angenommen-Werden.

Die Homosexuellen feiern heute dieses Angekommen-Sein und Angenommen-Werden. Die Kanzlerin und 75% ihrer Fraktion verweigerten dies.
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