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Gel ist eigentlich unnötig, muss aber nicht unbedingt schlecht sein.
Ich selber würde immer eher auf schmal und hart setzen, allerdings auch vorab prüfen, was andere über den Sattel sagen. Und vorsicht mit der Aussparung in der Mitte, ist die zu groß oder die Kanten sind zu hart, eckig oder hervorstehend, können die Kanten mit der Zeit drücken.
Ich hatte früher ein Trek 7900 Multitrack aus dem Jahr 1992/1993 mit einem Vetta-Gelsattel. Der Sattel war klasse. Etwas breiter, nicht wirklich hart, aber auch nicht zu breit oder weich. Damit hab ich zwei Jahrzehnte lang Touren in deiner Streckenlänge oder drüber gefahren, aber auch viele Jahre täglich in die Arbeit und es hat immer und überall gepasst, Sommer wie Winter. Nur auf langen Touren hatte ich manchmal ein leichtes Taubheitsgefühl im Schrittbereich. 20 oder 30 Sekunden etwas aufrichten half aber dagegen, für mich war das ok.
Seit drei Jahren fahre ich einen Selle Italia Flite Flow Saddle. Der hat die ersten zwei Tage ordentlich weh getan, danach fühlte ich mich wie auf einer Sänfte. Bis heute. Und nebenbei, der Sattel zeigt noch keinerlei Gebrauchsspuren, obwohl ich bei jedem Wetter draußen bin.
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