Zitat:
Zitat von keko#
...verspotten... streng Gläubige...
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Ich kritisiere die streng Gläubigen nicht, auch dann nicht, wenn sie sich dies einbilden.
Ich kritisiere ihren Glauben, und jene, die ihn verbreiten.
Wenn die Gläubigen diesen Unterschied nicht verstehen, oder absichtlich ein Missverständnis aufrecht erhalten, dann ist das deren Problem. Es kann ja wohl niemand ernsthaft argumentieren, man dürfe nichts gegen den Glauben einwenden, oder als müsse man erst um Erlaubnis fragen. In diesem Punkt sind wir uns dann eben nicht einig.
Spott ist erlaubt, denn manche Dinge verdienen Spott. Leid verdient keinen Spott, und Spott darf kein Leid verursachen. Aber eine goldene Zipfelmütze verdient auf jeden Fall Spott. Zweihundert Bischöfe in lila Frauenkleidern auf dem Petersplatz verdienen absolut herrlichen Spott!
Es ist den Religionen gelungen, einen reflexartigen Respekt zur gesellschaftlichen Norm zu machen. Dahinter verstecken sie sich. Es ist tabu, dem Papst und seinen lilafarbenen Bischöfen ihre Lächerlichkeit vorzuhalten, oder sie in einer TV-Debatte darauf hinzuweisen, dass die gesamte Naturwissenschaft über sie lacht. Im TV werden sie angesprochen als „Eure Eminenz“ und „Eure Heiligkeit“ (man beachte die Ansprache in der dritten Person, die man von Märchenkönigen kennt, und die vom Klerus tatsächlich eingefordert wird).
Es ist daher angebracht, öffentlich die Respektlosigkeit einzuüben und vorzuleben. Da kann man ruhig mal frecher sein, als es unbedingt erforderlich wäre. Tabus beseitigt man, indem man sichtbar gegen sie verstößt.