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Zitat von captainbeefheart
Wie kommst Du zu diesem Netto?
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Vor was schützt die Religion? Vor Krankheit? Hunger? Unglück? Missernte? Krieg? Naturkatastrophen? Tod?
Vor den großen Ur-Ängsten der Menschen schützt die Religion nicht. Sie ist völlig machtlos.
Macht hat die Religion nur über ihre eigene Märchenwelt. Sie bietet Schutz vor einem ungünstigen Urteil im Weltgericht, das sie selbst erfunden hat. Sie bietet Schutz vor der Hölle, die sie selbst erfunden hat.
Mit all den genannten Naturkatastrophen müssen sich Gläubige ebenso herumschlagen wie Ungläubige. Hier haben Gläubige keinen Vorteil. Jedoch müssen sie sich
zusätzlich mit einer wütenden Gottheit herumschlagen, der sie für kleinste Vergehen töten oder quälen kann, und der sie ebenso ausgeliefert sind wie der unberechenbaren Natur.
Das ist der Grund, warum ich behaupte, dass Gläubige unterm Strich („netto“) schlechter dastehen (also mehr Angst haben) als Ungläubige.
Gläubige werden zudem auf die falsche Fährte geführt. Der Ungläubige macht sein Haus wetterfest und lagert Korn für schlechte Zeiten. Der Gläubige („sorge Dich nicht um den nächsten Tag“) betet. Das kann fatale Folgen haben. Wer also einen Glauben abwirft, hat eine Sorge weniger und kann daran gehen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen.