Zitat:
Zitat von keko#
Von Sartre ist es nicht weit zu Camus:
Dem Leid und dem Elend in der Welt sei kein Sinn abzugewinnen. Der „absurde Mensch“ sei stets Atheist. Das Leid bleibt für ihn nicht nur sinnlos, es bleibt auch unerklärbar.
Damit kann ich mich gut anfreunden.
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Ahh, Rhetorik. Es wird in salbungsvollen Worten erklärt, der Atheist hätte keine Erklärung für das Leid. Nur die Religion hätte eine Erklärung für das Leid.
Durch die schönen Worte wird verschleiert, dass das
Behaupten einer Erklärung nicht automatisch bedeutet, dass die Erklärung auch
zutrifft. Die christliche Erklärung für das Leid hat zahlreiche Denkfehler und Widersprüche, die den Theologen auch bewusst sind, und die von ihnen selbst thematisiert werden.
Es ist deswegen eines der berühmtesten ungelösten Probleme des Christentums, nämlich, wieso es Leid in einer Welt gibt, die von einem allgütigen Gott gelenkt wird. Niemand hatte darauf je eine schlüssige Antwort. Das sog. „Theodizee“-Problem ist unlösbar.
Zwar denken die Frommen, die Bibel würde das Leid erklären. Aber jeder Theologie-Student weiß, dass das nicht stimmt.