Zitat:
Zitat von trithos
Als unbeteiligter aber interessierter Beobachter der Diskussion halte ich das für nicht zutreffend. Wenn ich die Freunde des Atheismus hier richtig verstehe, dann verletzen religiöse Dogmen nicht die schützenswerten Gefühle Nichtgläubiger, sie verletzen vielmehr die Intelligenz Nichtgläubiger. Denn die haben ja messerscharf erkannt, dass Religion Unfug ist und verstehen nicht, warum das so viele andere nicht kapieren - oder kapieren wollen.
|
Meiner Meinung nach besteht der Unterschied zwischen Atheisten und Gläubigen darin, dass Gläubige davon ausgehen, dass der Verweis auf Gefühle überhaupt ein Argument darstellt.
Für die Wissenschaft, also für den Prozess des Erkennens, ist es die erste Pflicht, Wunschdenken und die persönliche Beeinflussbarkeit auszuschließen.
Persönlich achte ich darauf, die Gefühle anderer Menschen nicht böswillig zu verletzen. Deswegen verhalte ich mich z.B. in Kirchen so, wie man es erwartet. Jedoch in Debatten, welche die Wahrheit zum Gegenstand haben, und an denen jeder Teilnehmer freiwillig teilnimmt, ist es für mich kein Kriterium.
Außerdem wirft niemand so sehr mit Dreck wie die Kirchen. Da kann man schon mal zurückwerfen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.