Zitat:
Zitat von captainbeefheart
Worauf ein Mensch "anspringt" ist eine Frage der Motive zur Entscheidung und Handlung von Menschen. Das ist Kern der Psyche eines Menschen und maßgeblich emotionsgebunden. Insofern ist Voraussetzung für die Programmierung der Sprachcomputer ein ausreichend tiefes Verständnis der Motive und damit Psyche :-)
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Nein. Ein Sprachcomputer, der tausende "Gespräche" pro Stunde führen kann, kann sich merken, an welcher Stelle ein Gespräch erfolgreich verlief, und wo es scheiterte. Er merkt sich bestimmte Worte, Antworten, Stimmlagen und so weiter, ohne irgendwas davon zu begreifen. Anhand dieser Daten verfeinert sich das Vorgehen des Computers immer weiter, indem er erfolglose Komponenten reduziert und erfolgreiche Komponenten verstärkt, bis eine akzeptable Trefferquote erzielt wird. Der Computer "weiß" dann, wie er es anstellen muss; aber natürlich nicht so wie ein Mensch, weil er keinen Kontext hat.
Es spielt dabei keine Rolle, dass der Computer womöglich sehr viele Telefonate führt, die inhaltlich völlig sinnlos sind. Die Fehlerquote kann sehr hoch sein. Dennoch wird der Computer irgendwann herausfinden, wie sich leichte Verbesserungen erzielen lassen, und diesen Weg weiter verfolgen.
Google lernt, welche Webseiten angeklickt werden, wenn die Leute nach "Versicherung" suchen. Die angeklickten Links werden in der Datenbank als "gut" markiert, und jene, die nie angeklickt werden, als "schlecht". Mit der Zeit kann Google ausschließlich "gute" Webseiten anzeigen. Dabei versteht Google überhaupt nicht, was das Wort "Versicherung" bedeutet. Entscheidend ist, dass die Menschen es verstehen.