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Zitat von tomcat
Ja genau: das sehe ich grundsätzlich auch so.
Dennoch: Traifahren bleibt Sport. Und ein Pedelec ist ein Fahrrad, d.h. es darf dort bewegt werden, wo auch ein Fahrrad bewegt werden darf. Es gibt also eigentlich keinen Grund ein Pedelec irgendwo zu verbieten und gleichzeitig MTB zu erlauben. Und das ist nun die Frage, ob die Pedelecs sich auf dem Trail so brutal vermehren, dass sie die konventionellen MTB-Fahrer in Sippenhaft nehmen …
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Also wir hatten im Teutoburger Wald ein Problem mit den ortsansässigen Downhillkiddies, die zwar von Mama einen schönen Downhiller bekommen haben, aber leider nicht die Möglichkeit haben einen Bikepark aufzusuchen, da sie keiner hinfährt. Also nimmt man sich ne Schüppe, sucht sich nen schönen Hang, am besten einen bestehenden Trail und buddelt was das Zeug hält. Plötzlich entsteht um diesen Trail, den es seit 25 Jahren gibt eine Aufmerksamkeit, so dass der Forst und Waldbesitzer die Hand voll MTBler, die den Trail bei gutem Wetter nutzen, nicht mehr einfach dulden kann, sondern wird zum Handeln nämlich verbieten gezwungen.
Und das ganz davon ab, dass gerade die Nutzergruppe (Nach mir die Sinnflut) auch einen nicht unerheblichen Beitrag leistet, Müll in den Wald zu tragen und diesen nicht wieder mitzunehmen.
Der gemeine Waldnutzer unterscheidet dann nicht. Dann wird der wenig trailnutzende XC Fahrer, mit dem Enduro / AM Fahrer und dem Downhiller in eine Kiste gesteckt und alle müssen leiden. Was hier in Form von massivem Stöckchenlegen, Steine in Landungen packen und sogar Nagelfallen mündete. Zu dem gab es immer wieder nervige Infoveranstaltungen im Wald, wo mit erhobenem Zeigefinger von der Polizei und Forstbehörde auf die Illegalität hingewiesen wurde.
Zitat:
Zitat von tomcat
Und die Frage, ob die Kommunen für die „große Gruppe der Zweiradler etwas tun“ ist auch ein bisschen „zweischneidig“. Grundsätzlich freue ich mich über jeden Bikepark, für den ich auch bereit bin Geld auszugeben. Das darf aber nicht dazu führen, dass abseits des Parks nicht mehr gefahren werden darf (Bsp. Österreich; oder 2m Regel BaWü).
VG
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Es ist nicht nur ein bisschen zweischneidig, sondern ganz gefährlich. Bei uns gibt es einen kleinen Bikepark in Vereinsbesitz.
Bikepark ist eigentlich völlig übertrieben. Hier hat man ein paar Jugendlichen über einen Verein ein kleines Stück Wald gegeben wo sie sich bautechnisch austoben durften. Ist natürlich nicht das, was der gemeine Trailbiker sich unter MTB vorstellt, ABER genau da liegt der Hase im Pfeffer. Jegliche Diskussion um ein Trailnetz (also man müsste lediglich die bestehenden legalisieren) wird damit erstickt, dass man ja den "Bikepark" zum MTBn hätte.
Und hier sind eine größere Lobby aufgrund mehr Leuten von Vorteil, die auch mal schöne Touren fahren wollen, anstatt sich auf 10X100m mit 50hm einghettoisieren zu lassen. Da ist halt die Frage in welche Richtung die politische Diskussion gehen wird