Zitat:
Zitat von Necon
Ich habe aber auch eine Frage. Warum muss sich jemand einbringen. Wieso glauben wir, dass man nur etwas bekommen sollte, wenn man dafür etwas zurück gibt?
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Sowohl in der psychologischen, als auch soziologischen Forschung ist bekannt, dass wir ein Grundmotiv in uns tragen: "Einen Beitrag leisten und dafür von anderen anerkannt werden".
Es ist also weniger die Frage, ob "sich jemand einbringen muss", sondern vielmehr, ob wir Arenen schaffen, in denen Beiträge geleistet werden können. Diese Arenen können beruflich, familiär, gemeinnützig oder was auch immer sein. Und dass wir dort dann auch Wertschätzung erfahren.
Das BGE könnte bspw. dazu führen, dass Menschen sich ggf. nicht in einer beruflichen Arena engagieren, sondern in einer gemeinnützigen, weil für das Überleben gesorgt ist. Und zwar nicht, weil wir "arbeitslos" sind und dafür staatliche Almosen erhalten, sondern weil der Staat die Grundbedürfnisse absichert und wir uns deshalb dort engagieren, wo uns das Leistungsmotiv erfüllbar scheint.
Das hat viel mit Würde zu tun, die wir "Arbeitslosen" oder "Hartzern" zurückgeben und die, dann ohne Stigmatisierung, mindestens bei einem Teil wieder zur Leistungsabgabe führt.