Zitat:
Zitat von Schwarzfahrer
Danke für die schönen Beispiele: genau diese rechthaberische, Andersdenkenden gegenüber arrogante, "von-oben-herab"- Haltung ohne jegliche Bereitschaft, auch andere Meinungen gelten zu lassen ist das, was einen Teil der Bevölkerung sich vom "Establishment", von der aktuell als allein seligmachende Wahrheit propagierten Haltung zu bestimmten Themen abwenden läßt. Diese Sprache kenne ich aus meiner Kindheit, wo ich reichlich ideologischer Indoktrination ausgesetzt wurde, nach dem Motto: es gibt nur eine Wahrheit, eine richtige Einstellung, alles andere ist verwerflich und böse. In diesem Stil ist m.M.n. eine objektive Diskussion nicht möglich.
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Also ich erlebe nobodyknows nicht als rechthaberisch, arrogant und von-ober-herab. Aus meiner Beobachtung stellt er sich mit klaren Worten gegen eine für ihn offenbar erfolgte Grenzüberschreitung.
Ich kann das nachvollziehen. Der kommunikative "Trick" der Rechtsextremen und Rechtspopulisten ist ja, in den Reden bewusst Grenzen zu überschreiten, um Ihrem Klientel den meistens vereinfachten und ebenso oft postfaktischen Inhalt rüberzubringen. Wenn es dann zu viel der Grenzüberschreitung gewesen ist, entschuldigt man sich halbscharig, das ändert aber an der schon versandten Botschaft an das Klientel nichts. Man versteht sich. Höcke ist ein sehr gutes Beispiel dafür. Ein ziemlich widerliches.
Ich finde darüber kann man sich sehr wohl empören und mit klaren Worten dagegen stellen. Soll man es einfach durchgehen lassen? Und die Grenzen damit als weiter verschiebbar offenbaren?
Das fiese an dieser Kommunikation ist schließlich, dass ein Kontra auch einen Effekt hat, der den Rechten dient. So wie Du dich durch ein klares Kontra eingeengt fühlst, tun das auch die Rechten, die Kohäsion unter den Gleichgesinnten steigt und man fühlt sich von-oben-herab gegängelt oder ausgegrenzt oder sonst was.