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Alt 21.02.2017, 10:18   #1208
Trimichi
Szenekenner
 
Registriert seit: 10.06.2009
Beiträge: 7.902
Zitat:
Zitat von Nobodyknows Beitrag anzeigen
O.k. KEIN Zweifel: Es gibt in Deutschland eine beschämend große Kluft zwischen arm und reich. Bei den Reformen die u. a. dazu geführt haben, dass die deutsche Wirtschaft brummt (dpa-Meldung von heute 15:17 Uhr "Dax wieder über 11 800 Punkte - MDax erklimmt Rekordhoch") wurde zu Lasten von großen Teilen der Bevölkerung zu sehr an den falschen Stellschrauben gedreht.

Aber es ist ja nicht so als werde für sozial und finanziell Benachteiligte überhaupt nichts getan: https://www.bundeshaushalt-info.de/#...plan/1101.html

Den Deutschen denen es jetzt bescheiden geht, ging es vor dem Anstieg der Flüchtlingszahlen auch schon bescheiden. Notwendige Korrekturen bei der Bekämpfung der Armut haben daher m. E. nichts bis wenig mit den Flüchtlingen zu tun.

Die Weichen für eine Zunahme der Armut wurden bereits viele Jahre zuvor gestellt. Ein Beispiel aus dem Sommermärchen-Jahr 2006 in dem wir uns glückstrunken mit rosaroten, bzw. schwarz-rot-goldenen Brillen auf der Nase, anläßlich der gekauften WM-Austragung gegenseitig in den Armen lagen: http://www.deutschlandfunk.de/die-kl...ticle_id=63471

Und wenn ich mir dann noch anschaue welche Gestalten z. B. auf entsprechenden Facebookseiten die schon sprichwörtlich gewordenen deutschen Obdachlosen und deutschen Pfandflaschen sammelnden Rentner bemühen, bestärkt mich das in meiner Annahme.

FAZIT: Es ist falsch und nicht zielführend es "denen da oben" mal zeigen zu wollen und aus Protest und Enttäuschung Parteien am rechten Rand zu wählen.

Gruß
N.
Hallo N. ,

ich glaube dir bezüglich deiner Recherche die Armut betreffend.

Zu deinem Fazit: wie gesagt, ob richtig oder falsch, fakt ist wir haben AfD-Wähler. Und - wie auch schon Vorredner angeführt haben - wird diese Wählerschaft nicht sonderlich tangiert, wenn man auf diese Leute "eindrischt" - mir fällt grad im Moment kein anderes Wort ein, sorry. Das führt indirekt dazu, wie man auch empirisch nachweisen konnte und kann (Ablehnungs-Identifikationsmodell von Brandscombe, 1991), dass der Zusammenhalt innerhalb der AfD-Wählerschaft steigt.

Diese Leute erreicht man mE nicht, indem man ihnen sagt, es ist falsch und nicht zielführend was sie tun (Allgemeinplätze, Totschlagargumente zb "Nazikeule", Stereotype). Ich denke, man müsste die Belange der AfD-Wählerschaft ernst nehmen und auch differenzieren. Hier geht es m.M.n. zum einen um Realängste und Ressourcen, zum anderen um Ideologien und symbolische Bedrohungen, sowie auch um Intergruppenängste. Wie es sich exakt verhält müsste man ausmessen.


Aber lassen wirs gut sein, vielleicht trifft man sich ja mal im realen Leben auf ein Bierchen, beim Training oder auch bei einem Wettkampf.

Gruss,
Trimichi

Geändert von Trimichi (21.02.2017 um 10:25 Uhr).
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