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Zitat von noam
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Danke, das Thema wurde in den Medien kaum diskutiert - dabei hätte es m.M.n. auch das Verständnis gerade bei den Armen sicher gefördert.
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In diesem Bereich ist mir aber zu viel Schwarzmalerei.
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"Zu viel" ist wohl Frage der Perspektive; manche meinen, es sei einfach der nötige Realismus. In 20 Jahren wissen wir, wer Recht hatte.
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Wirtschaftlich stellt die Zuwanderung kein großes Problem dar.
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Stimmt, das gesamtwirtschaftliche Problem ist das geringste - aber der
Eindruck von ungerechter Verteilung kann zu einem großen Problem werden. Darauf sollte die Politik achten.
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Ich für meinen Teil fände eine "Wir schaffen das so ohne weiteres nicht"- Fraktion am sinnvollsten.
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Einverstanden - aber solche Stimmen wurden gleich zu Beginn gerne in die ausländerfeindliche, rechte Ecke gestellt - und viele von denen schmollen jetzt verständlicherweise.
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Denn man kann nicht behaupten etwas zu schaffen und dies dann einfach auf viele freiwillige Schultern verteilen und die definitiv vorhandenen negativen Begleiterscheinungen einfach ignorieren und zu allem Überfluss noch als rechte Propaganda betiteln. Ich glaube, dies wird der großen Koalition das Genick brechen. Viele Menschen in meinem Umfeld egal welcher politischen Position nehmen der Regierung gar nicht übel, diesen Zustrom möglich gemacht zu haben, sondern eher der unprofessionelle Umgang in der Weiterbearbeitung.
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100 % Zustimmung - es kommt nicht auf das an, was getan wurde, sondern was versäumt wurde, besonders was Kommunikation und Offenheit angeht. Das ist kaum wieder gut zu machen.
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Zur Zeit gibt es (zumindest Bundesweit) keine echte konservative Politik abseits der AFD, die das Sozialleben der 50er Jahre glorifiziert. .
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Ja, leider. Dabei ist konservative Politik viel mehr als 50-er Jahre, DM und Frau am Herd. Aber durch diese unglückliche Konstellation wird der Begriff konservativ vergiftet, und nur allzu schnell andere konservative Positionen mit der AfD gleichgesetzt, weil im öffentlichen Diskurs jede Kritik am aktuellen Kurs zu undifferenziert als unanständig, rechts gebrandmarkt wird.
Wir können hier im Forum tatsächlich frei diskutieren, und offen lassen, ob die eine oder andere Weltsicht sich als besser herausstellen wird. In der öffentlichen Politik ist dies zur Zeit leider nicht möglich. Und ich fürchte, je härter im öffentlichen Diskurs die harten linken Ideale als moralisch überlegen, "alternativlos" vertreten werden, desto stärker treibt man damit einen Teil der Bevölkerung nach (zu weit) rechts. Mehr gelassenheit mit rechten und konservativen Meinungen, mehr unemotionaler, argumetativer Austausch und auch zugeben von Fehlern - desto bessere Chancen, dem entgegenzuhalten.