Zitat:
Zitat von keko#
Ich wollte natürlich darauf hinaus, was der gründliche, deutsche Atheist macht, wenn er DE religionsfrei gemacht hat. DE wäre dann ja auf einer höheren Entwicklungsstufe und daran sollte doch andere auch teilhaben, oder nicht? Stell dir folgendes vor: du fährst dann nach Italien in Urlaub und hast einen religiösen Feiertag. 
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Was mich an dem Witz stört, ist folgendes: Du beziehst Dich in Deinem Vergleich auf die christliche Vergangenheit (brutale Religionskriege und Kreuzzüge, vielleicht auch die jüngere "gründliche" deutsche Geschichte?) und tust so, als sei das im Sinne von "am deutschen Wesen soll alle Welt genesen" das Gleiche, wie wenn ein Atheist fordert, dass Menschenrechte von allen (auch den Gläubigen)in Deutschland Lebenden und nach D. Kommenden anerkannt werden sollen. Und das finde ich unpräzise und sehr unpassend.
Zum Feiertagsthema:
Mir persönlich sind Feiertage, die heute sinnvoll erscheinen (wie die Gliederung der Woche mit dem Sonntag) und die kommenden Weihnachtstage auch in dieser Nomenklatur recht. Ich habe nichts gegen Religionsgeschichte, und diese Tage sind sozial sinnvolle Relikte unserer Geschichte...
...solange mir niemand erzählt, dass ich daran glauben soll. Gestern morgen hörte ich im Radio die "Gedanken zum Tage", in dem ich lernte, dass ich im Advent nicht hektisch auf Jesus zugehen müsse, denn er komme zu mir. (Es wäre ja eigentlich gerecht, wenn alle 2 Wochem mir Mohammed etwas erzählt. Und jeden dritten Tag mir jemand philosophisch-ethische Gedanken ohne Gottesbezug nahebringt.)
Ich kann den Sender umschalten; es ist aber öff-re Radio, und die 2 Minuten vor 8Uhr gehören jeden Werktagmorgen der christlichen Kirche. Warum? Darauf würde ich (u.a.) im Zusammenhang mit den Feiertagen lieber verzichten.