Zitat:
Zitat von zappa
Nein, das ist bei seriösen Journalisten definitiv anders.
Ich kann das aus erster Hand aus Erfahrungen mit der SZ berichten. Zum einen ist dort die Menge der Quellen beherrschbarer, weil es Menschen dort gibt, die "nur" recherchieren. Damit ist eine gewisse Verarbeitbarkeit und Diversität an Quellen sichergestellt, die ein einzelner nie schaffen kann. Dann gibt es Redaktionsleiter, Redaktionskonferenzen und Lektorate sowie den Chefredakteur, die für Qualitätskontrolle sorgen. Und schließlich sind die meisten zu einem ordentlichen Gehalt fest angestellt, haben also keinen "Druck" sich Aufmerksamkeitsheischend in den sozialen Medien zu positionieren. Nicht vergessen darf man zusätzlich den Ethos, die Werte und den Peer Pressure der Kollegen, die auch noch für Qualität sorgen.
Das alles fehlt bei Personen, wie Jebsen.
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Ich lese schon länger überhaupt keine Zeitungen mehr, also fehlt mir da schon mal auf alle Fälle eine Mindestgrundlage.
Früher habe ich sie aber in der Regel meist auch nur überflogen (wenn überhaupt).
Ich kenne Menschen, die wesentlich belesener sind als ich und viel breiter aufgestellt sind als ich es bin, was die Freizeitaktivitäten angeht.
Leider kann ich mich mit denen oft nicht auf einem Niveau gedanklich austauschen, weil wir öfter ziemlich unterschiedliche Quellen nutzen, um uns zu unterhalten oder zu informieren.
Mindestens einer liest regelmäßig die SZ und der ist mir sympathisch und ich glaube, er weiß ziemlich viel.
Ich weiß jetzt nicht einmal, ob die SZ eine Tageszeitung ist oder nicht.
Natürlich kann man Artikel auf einem ganz anderen Niveau vorbereiten und schreiben, wenn man eine ganze Woche dafür Zeit hat.
Nachtrag: Habe gerade eben herausgefunden, dass die SZ eine Tageszeitung ist.
Womöglich ist sie nicht so sehr auf die sogenannte Tagespolitik spezialisiert und hält sich da mehr heraus.
So kann man auch Zeiträume schaffen für gründlichere und breitere Recherche u.ä..