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Zitat von FlowJob
Ich glaube damit hast du ein großes Problem zum Thema Ernährung, bzw. bezüglich der häufig angebotenen Informationen (aus welcher Quelle auch immer) sehr gut auf den Pubkt gebracht. Ganz schön viel Halb- und Falschwissen, was da so herumschwirrt...
(Bevor jetzt jemand denkt ich will einen auf Besserwisser machen, schön wärs. Ich hab ja auch keine Ahnung)
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Das stimmt und ich erwische mich immer wieder mal selbst dabei, dass ich Ansichten anderer etwas arrogant (für mich, in der Regel nicht nach außen) für naiv halte.
Bevor ich angefangen habe Ausdauersport zu treiben, bin ich in eine Essströrung hineingeraten.
In der Zeit und danach habe ich unzählige Bücher u.ä. zum Thema Ernährung gelesen.
Wie in Sportbüchern auch wiederholt sich da vieles ständig.
Auch manches, was ich für falsch halte, weil mich die Argumente dagegen anderer Autoren mehr überzeugt haben oder ich sie generell für kompetenter halte.
Ich habe auch nach einer Art Geheimtipp gesucht irgendwie.
Eine Art sich zu ernähren oder mit seiner Ernährung umzugehen, die sozusagen so ziemlich alles regelt:
Hohe Leistungsfähigkeit, optimale Gesundheit, absolute Zufriedenheit auch nicht zuletzt im Sinne von Sattheit usw. usf..
Manches habe ich mal zaghaft versucht anzufangen, aber wohl stets eher halbherzig.
Es ist immer der Drang nach Essen (und Trinken) durchgebrochen letztlich, die ich halt einfach ganz besonders gerne mag.
Tja und so manches, was ich vor der Entwicklung der Störung wenigstens manchmal gegessen habe, habe ich danach ganz und gar nicht mehr gemocht.
Eine zeitlang habe ich nämlich versucht mit kalorienarmer Nahrungsmitteln satt und zufrieden zu werden.
Man kann sich damit voll fühlen, aber richtig satt im Sinne von Zufriedenheit kann zumindest ich so nicht werden.
Blöd, dass es mich dadurch wirklich nur äußerst selten dazu hinzieht Gemüse oder Obst zu essen.
Das klappt nur in Verbindung mit anderen Nahrungsmitteln, die mir besser schmecken und die ein wenig davon enthalten.
Als ich zum Bund kam, habe ich echt ein wenig geglaubt jetzt "muss" ich 15 Monate relativ abwechslungsreich essen und nicht so wie normalerweise daheim.
Das wir mich kurieren.
War auch so (also das mit dem relativ abwechslungsreichen Essen), aber nach einer Weile habe ich Wege gefunden von meinen bevorzugten Nahrungsmitteln doch ziemlich viel abzubekommen.
Manchmal bin ich halt mittags nicht zum Essen in die Kantine gegangen, sondern habe mir was im Kiosk nebendran was gekauft (haben auch andere gemacht) und das obwohl mir das Essen prinzipiell dort schon ganz gut geschmeckt hat (bis auf EPA und solche Scherze, aber wenn man hungrig genug ist, wird selbst das irgendwann recht lecker).
Ich glaube nicht, dass es eine solche Ernährungsweise gibt, die all das leistet, was ich oben angedeutet habe.