In WZ1 hatte ich ein Problem mit meinem Nummernband, der Klickverschluss ist irgendwie nicht mehr gegangen. Ich habe dann schnell überlegt, die Länge auf maximal eingestellt und das Band dann zugeknüpft. Perfekt. Nachher weggeschmissen natürlich.
Die erste Radrunde war ziemlich voll, weil die 70.3 gleichzeitig gestartet war beim Schwimmen (die 70.3 hatte glaube ich etwas unter 2000 Teilnehmer und die IM 800). Es war somit nur Überholen angesagt, und das war eher schlecht für die Geschwindigkeit, weil es auf so einer welligen Strecke viel runter geht und man dann oft nicht überholen kann.
Ein Paar Monaten her habe ich gelesen, dass auf rohem Asphalt 7 bar schneller ist als 8. Ich habe damals angefangen mit 7 Bar zu trainieren, habe aber in dieser Zeit einen Snakebite gehabt und ein anderes mal einen Schnitt durch Aussenmantel und Schlauch durch, durch ein Steinchen in einer Kurve. Deshalb hatte ich morgens in der Wechselzone einfach wieder normal auf 8,5 Bar aufgepumpt, der Pannensicherheit zuliebe. Der Strassenbelag in Weymouth ist im übrigen roh: nicht besonders schnell. Gefahren bin ich Conti tt 23mm Clincher mit Michelin Latex.
Es ging richtig gut, das merkt man an Anstiege die einfach gehen ohne brennende Oberschenkel und wo ich auch meistens überholte.
Meine Garmin maß im übrigen 2450hm, obwohl es da immer verschiedene Messmethoden gibt, siehe Post #336 hier im Thread. Jedenfalls gibt es in Weymouth fast keine flache Stelle. Und obwohl die erste Runde ziemlich voll war, habe ich
kein Drafting und keine Gruppen gesehen. Dies könnte liegen an eben die wellige Strecke oder am "Sportsmanship" der Briten.
In der zweiten Runde war es dann sofort ruhig: so ruhig, dass ich manchmal Minuten lang alleine war. Kurze Albtraumanekdote hierzu:
Ich habe Maschinenbau studiert in Holland, und hatte nach Studienende noch mindestens 10 Jahre lang regelmäßig den Albtraum, dass ich noch nicht ganz fertig war und noch irgendwelche Prüfungen machen mußte. Seit ich Triathlon mache, habe ich diesen Albtraum in einer abgewandelten Version, nämlich dass ich mich beim Lauf völlig verlaufe weil die Streckenführung unklar ist. Hieran mußte ich denken in Weymouth. Verfahren tat ich mich jedoch nicht, nur im Kreisverkehr, wo die 70.3 abbog zum Ziel, fuhr ich kurz falsch, was mir höchstens 30 Sekunden kostete.
Es lief also fabelhaft, und die zweite Runde ging dann auch gut bis auf der Tatsache, dass es dort Anstiege gab die ich mich aus der ersten Runde nicht erinnern konnte
Ich benutze meine Garmin 910XT auch als Fahrradcomputer, und hatte den auf Multisport eingestellt. Irgendwann kam ich mit der Laptaste an, und befand mich laut Garmin ab da in der Wechselzone. Aber das störte mich weiter nicht: auch ohne Geschwindigkeits-, Distanz- und Herzfrequenzangabe kann man radeln. Im übrigen gab nachher Garmin Connect auch für die (somit verlängerten) WZ2 die Distanz und die Höhenmeter an.
A Propos Distanz: laut Garmin 178,7 km. Die Durchschnittsgeschwindigkeit war etwa 31 km/h. Der Gewinner hatte 36 km/h, wobei man bedenken muss dass bei der voller Distanz keine Profis am Start waren. Ich hatte ungefähr die 90. Radzeit overall und die erste der AK.
In der ersten Stunde aß ich 2 Powerbars, und anschließend beim Radeln 16 Powerbargels (die habe ich immer schon aufgelöst dabei in ein Wenig Wasser in einer Flasche, und trinke Veranstaltungswasser dazu).
Ich kam in eine ziemlich leere Wechselzone an: das ist mir so noch nie passiert.