Vorgestern war dann die letzte Generalprobe für Wales angesagt.
In der Liga ging es in Hückeswagen auf der Mitteldistanz zur Sache.
Abends zuvor musste ich noch bis 23:30 arbeiten und es ging noch ganz kurz (zum essen) aufs Stadfest. Leider gab es dadurch nur einen kurzen Schlaf von 1:30-5:00 Uhr.
Morgens augestanden dachte ich noch: Wie soll das heute funktionieren? Du schläfst spätestens auf dem Rad ein. (Ums Vorweg zu nehmen: Adrenalin ist der beste Muntermacher)
Also kam es ganz anders.
Schwimmen in der Talsperre ging schon hervorragend.
Ich wollte hart schwimmen und mit nicht zu großem Rückstand auf die Topschwimmer aus der Senioren-/und Verbandsliga aus dem Wasser kommen.
Ich lag Anfangs im hinteren Teil der Führungsgruppe und dachte: Läuft doch gut.
Nach knapp einem Kilometer als ich nach vorne geschaut habe dachte ich dann: Entweder sind die da vorne schon verdammt weit weg, oder du liegst super im Rennen. Ich habe nur noch ein Paar Füße vor mir Wahrnehmen können.
Beim Schwimmausstieg gab mir dann die Durchsage Gewissheit: Die führenden verlassen das Wasser.
Sehr geil denke ich und schon kommt der Drehwurm, der mir dann bis zur ersten Zeitmessung wenige Sekunden, aber ein paar Platzierungen gekostet hat.
Der Wechsel ging erstaunlich gut und auf dem Rad habe ich mich auch sehr gut gefühlt.
Ich habe nur wenige Platzierungen eingebüßt und konnte meinen Stiefel über die 70 km gut durchfahren.
Als ich beim 2. Wechsel hörte, dass ich von Senioren und Verbandsliga zusammen auf dem 15. Rang liege hatte ich minimale Hoffnungen in meiner Liga in die Top 10 kommen zu können.
Der Wechsel lief wieder gut.
Vorgenommen hatte ich mir eine kostante Laufpace für die Laufstrecke eine Pace von 4:30-4:40.
Naja, was soll ich sagen?
Es lief semioptimal.
Der Beginn der LAufstrecke war schon brutal. Es ging so steil bergab, das ich richtig bremsen musste. Das ging ganz schön auf die Füße.
Die ersten 10km gingen in ca 4:30-4:35 weg.
Danch wurde ich aber wie von selbst immer schneller, auch weil ich immer wieder Startnummern meiner Liga erblickt habe und natürlich nicht wusste in welcher Runde sie sind. im Prinzip wurde es ein Steigerungslauf, so dass ich den letzten Kilometer in 4:04 gelaufen bin und die Gesamtpace auf 4:28 drücken konnte.
Der Lauf hat das erste Mal seit Ewigkeiten richtig Spaß gemacht. An den teilweise starken Rampen habe ich zwischenzeitlich besonders auf die Tube gedrückt um den Ligamitstreitern gar nicht erst die Hoffnung zu geben mit zu ziehen.
Im Ziel war ich Megahappy: Platz 9 in einem meiner Meinuing nach recht starken Feld in der Verbandsliga. Bei einem Wettkampf der zur Vorbereitung gilt. Mega zufrieden.
Was kann ich am meisten aus dem Wettkampf mitnehmen?
Trotz anspruchsvoller Radstrecke (830 Höhenmeter auf 70 km) konnte ich einen guten Halbmaratthon in auch profiliertem Gelände mit einigen Tempowechseln laufen.
Jetzt bleiben mir noch 4 Wochen.
2,5 Wochen hartes Training mit längeren Distanzen und 10 Tage ca tapern.
Da die langen Läufe für Roth gefehlt haben möchte ich hier noch 4 Stück machen.
Diese Woche 2
Nächste Woche 1-2
2 Wochen vorher noch einen Anfang der Woche.
Mal sehen ob der Plan aufgeht.

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