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Zitat von qbz
Du machst ja selbst Prognosen, wenn Du davon ausgehst, der Islam könnte die Weltherrschaft anstreben und erreichen (wegen einer angeblichen Appeasement Politik des Westens oder wenn Du mit solchen Ängsten argumentierst.) Darauf antworte ich: "Alle Fakten über die wirtschaftliche und politische Stärke der Blöcke sowie die Prognosen über deren Entwicklung widersprechen Deinem Gefühl,..." Was ist damit gemeint?
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Mein Beispiel Iran und Khomeini ist keine Prognose, es ist der Beweis, daß Prognosen schwer daneben liegen können und es häufig tun. Und daß fundamentalistische Interpretationen des Islam eine Weltherrschaft anstreben ist kein "könnte", sondern mehrfach dokumentiert seit Mohammed.
Zitat:
Zitat von qbz
In den 60zigern beschäftigte ich mich mit Literatur über die Berechnung der wirtschaftlichen und politischen Stärke von Staaten und wie sich diese bis in die Mitte des 21. Jahrhunderts verändern wird (Langzeitprognosen) am Beispiel von hauptsächlich China, USA, Japan, westeuropäische Staaten, Sowjetunion, anhand von multifaktoriellen Modellen, die Bevölkerungszahl, Rohstoffressourcen, Landwirtschaft, Industrie, Energie, Stahlproduktion, Wissenschaften berücksichtigen. .... Angesichts dessen erscheinen mir Warnungen vür der faschistischen Weltherrschaft des fundamentalistischen Islams als paranoid. Man schafft irrationale Ängste, um selbst als Staat mehr Kontrolle und Herrschaft und Überprüfungen ausüben zu können. 
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Deine Modelle berücksichtigen keinerlei menschliche Faktoren, die Macht von Glaube, Religion und Ideologien - diese sind in solchen Modellen schwierig vorherzusagen. Und die Weltherrschafts-Vision des fundamentalistischen Islam baut nicht auf wirtschaftliche Vorherrschaft - sondern auf pure Gewalt, das sich diesen rationalen Analysen entzieht. Und ich habe sehr wohl mehr Angst vor einer gewaltbereiten Ideologie als vor Überprüfung und Kontrolle durch einen Staat, mit dem ich mich immer noch weitgehend identifizieren kann, trotz aller Kritik im Detail.