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Alt 11.05.2016, 22:03   #269
bergflohtri
Szenekenner
 
Benutzerbild von bergflohtri
 
Registriert seit: 31.01.2014
Ort: Wien
Beiträge: 1.689
Für die Einstellung des Sattels ist die Versuchung groß und auch naheliegend die Sattelnase abzusenken um den Druck im vorderen Sitzbereich in der Aeroposition rauszunehmen. Das kann aber dazu führen, dass das Becken nicht mehr stabil ist und der ganze Körper nach vorne drückt und von den Armen abgestützt werden muss. Dass führt dann auch dazu, dass die Schultern hochgedrückt werden und der Kopf schlechter abgesenkt werden kann.
Mein Vorschlag wäre daher zuerst die Sattelposition so einzustellen, dass das Becken stabil bleibt, indem man sich aufrichtet und freihändig fährt. Wenn jetzt das Gesäß noch vorne rutscht oder sogar der Oberkörper nicht aufrecht gehalten werden kann sondern noch vorne kippt, dann gehört der Sattel gerader und die Sattelspitze weniger tief eingestellt.
Als zweites muss man beim Fahren darauf achten, dass das Becken aufgerichtet bleibt und nicht nach vorne rotiert, am besten indem man den Bauch einzieht und den unteren Rücken bewusst nach oben drückt.
Daraus entsteht diese schöne Brückenform des Oberkörpers die man bei dem Zeitfahrer auf dem Bild im Link von Captain Hook gut erkennen kann.
Mit dieser Basis wird die Haltearbeit im Bereich des Lenkers praktisch umgedreht - die Arme und Hände müssen nicht mehr abstützen sondern können (so wie beim herkömmlichen Rennrad auch) an den Extensions ziehen. Damit entsteht eine insgesamt stabile Sitzposition auf zwei fixierten Kontakbpunkten - dem Becken und den Ellenbogen.
Wenn man jetzt die Ellenbogen bewusst in die Armschalen drückt und mit den Händen an den Enden der Extensions nach oben zieht, dann werden die Schultern nach unten gezogen, und man kommt noch mehr in die auf dem Bild dargestellte optimale Zeitfahrpostion. Mit den nach unten gezogenen Schultern fällt es noch leichter den Kopf einzuziehen. Mir selbst hilft dabei mehr die Vorstellung, dass ich vor einem Loch unter einem Zaun knie und versuche unten durchzuschauen. Die Halswirbelsäule bleibt dabei gestreckt und zeigt in Verlängerung der Schultern nach vorne Richtung Extensions, und um nach vorne schauen zu können hebt man den Kopf nicht an, sondern dreht ihn (im Atlas) nach hinten.
So hab ich für mich eine gute Position gefunden
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