Zitat:
Zitat von andre86
Nach ein wenig Recherche bin ich auf diese Einteilung gestoßen:
Rekom: <1,9 mmol < 171 HF
GA1: 1,9 - 2,4 mmol 171 - 178 HF
GA2: 2,4 - 3 mmol 178 - 181 HF
EB: 3 - 5,4 mmol 181 - 193 HF
SB: > 5,4 mmol > 193 HF
Demnach müsste ich in den dahinter stehenden Pulsbereich trainieren, was mir doch sehr komisch vorkommt..... 171 Schläge/min als Rekom?? 
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Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass solche Fausregeln bei Laktatwerten nicht funktionieren. Faustregeln sind schon bei der Herzfrequenz problematisch, bei Laktatwerten aber komplett sinnlos, weil die Laktatwerte individuell höchst unterschiedlich sind. Daher gibt es ja neben dem Konzept der fixen Schwellen auch das der individuellen Schwellenwerte.
Laktatmessungen sind nur dann aussagekräftig, wenn man sie als Mittel zur Beurteilung von Leistungsveränderungen eines Individuums verwendet. Wenn Du also den Test mit demselben Design in drei Monaten wieder machst, kannst Du wahrscheinlich erkennen, ob Du Dich verbessert hast. Die Laktatwerte verschiedener Sportler zu vergleichen bringt aber gar nichts.
Da Du aber noch keine Vergleichswerte von Dir selbst hast, würde ich das Testergebnis einfach archivieren und bei Gelegenheit den Test wiederholen. Bis dahin halte ich andere Methoden der Trainingssteuerung für sinnvoller.
Ergänzung: natürlich können Experten auch aus dem Verlauf einer Laktatkurve ein bisschen was erkennen. Auch das ist mMn aber eher auf dem Niveau eines Ratespiels bzw. einer Wahrscheinlichkeitsrechnung.