Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Es ist erst wenige Monate her, dass die Flüchtlinge begannen, in großer Zahl zu uns zu kommen. Du sprichst hier von der Politik in ihren ganz großen zeitlichen Linien, gibst aber der Flüchtlingskrise keine 5 Monate zu ihrer Bewältigung. Ich denke, Du bist noch zu früh dran für eine ganz große Abrechnung.
In Syrien, in den Flüchtlingslagern und auf den Fluchtrouten sterben Menschen. Sie saufen vor den Stränden Europas ab, direkt vor unseren Augen. Findest Du es richtig, wie die Staatsoberhäupter unserer Nachbarländer damit umgehen, die Ungarn, die Polen, die Serben, die Engländer? Ich nicht.
Würden die anderen Länder Europas mit anpacken, gäbe es gar kein ernsthaftes Problem mit der Zahl der Flüchtlinge. Dort liegt das Problem. Nicht in Deutschland.
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Ob es mir gefällt wie unsere Nachbarländer damit umgehen spielt eigentlich keine Rolle. Es ist deren Entscheidung, wir haben sie nur bei einer gesamteuropäischen Lösung zu berücksichtigen. Ich muss das nicht mögen, es hilft aber auch nicht mit dem Füsschen aufzustampfen und trotzig zu sagen, ihr müsst aber. Müssen sie nicht. Stellt sich dann ganz nüchtern die Frage unter den gegebenen Umständen, was ist das Sinnvollste was wir tun können. Da hätte ich mir gewünscht unsere Regierung hätte vor zwei drei Jahren, als alle Regierungsstellen auf die kommende Problematik hingewiesen haben, sich der Problematik angenommen. Statt dessen ist man sehenden Auges in eine humanitäre Katastrophe gelaufen und hat sich dann auch noch als Menschenfreund hingestellt und andere Länder, die man jahrelang mit der Problematik hat hängen lassen, als unfähig hingestellt.
Anders als Du es siehst Klugschnacker sind es eben nicht erst fünf Monate, sondern schon einige Jahre die uns die Flüchtlingskrise beschäftigt.