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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Terroranschlag in Paris
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Alt 16.11.2015, 14:02   #627
Jog
 
Beiträge: n/a
Zitat von Klugschnacker:
"Man hat bei den Attentaten einen syrischen Pass gefunden, dem man einem der Attentäter zugeordnet hat. Ich finde das recht ungewöhnlich. Auch beim Attentat auf Carlie Hebdo fand man einen syrischen Reisepass im Fluchtauto. Ist das Zufall oder sollte uns das misstrauisch machen?"


An einem syrischen Pass irgend etwas fest zu machen ist wahrscheinlich kaum zielführend.

Fälschung? Wenn ja, von wem? Keine Fälschung? Ja und? Der IS operiert nicht nur von Syrien aus.

Wo die Attentäter herkommen ist ein Aspekt, der in einer umfassenden Aufklärung Berücksichtigung finden muß. Er sagt aber nur bedingt etwas darüber aus, was die richtigen Lösungsansätze sind.

Ich glaube im Übrigen nicht, daß der IS die bestehenden Flüchtlingsrouten und die beliebig offenen Grenzen nicht nutzt, um seine Anhänger und potentielle Attentäter nach Europa einzuschleusen. Daß sich kein Attentäter in ein überfülltes Boot setzt, um dann wochenlang in irgend einem heruntergekommenen Camp auszuharren, ist recht klar. Aber es gibt eben noch andere Routen, welche derzeit sperrangelweit und völlig unkontrolliert offen stehen. Und das vereinfacht die Sache für potentielle Attentäter sehr wohl.

Worum es geht ist aber doch etwas anderes: Was heißt das für die Flüchtlingspolitik in Europa?

Das unkontrollierte Einreisens nach Europa und das indirekte Unterstützen der Möglichkeit, sich als Kriegsflüchtling zu tarnen, muss gestoppt werden. Auch dann, wenn dies nicht die offensichtlichste und einzige Möglichkeit ist, als Terrorist nach Europa zu gelangen. Und mit einem undifferenzierten Ruf "Grenzen zu!" hat das nichts zu tun. Diejenigen die jetzt mit ihrem "siehste, zumachen!" kommen sind genau so fahrlässige Vereinfacherer wie die, die schärfere Kontrollen an den Grenzen als Flüchtlingsblockade verteufeln.

Und:
Die Hilfe für Kriegsflüchtlinge muss intensiviert werden! Und zwar gemeinsam von allen Saaten in Europa.

Und jetzt sag mir keiner, daß wir das nicht unter einen Hut bringen. Ja, das ist mit enorm viel Aufwand verbunden. Sowohl das eine wie das andere. Aber das sind die Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Und ich befürchte, das wird mit Verzicht auf einiges einhergehen, was wir uns während der letzten Jahre und Jahrzehnte hier so zurechtgelegt haben. Aber wir betreiben derzeit für viel unwichtigere Dinge reichlich mehr Aufwand...

Und es wird einiger gänzlich unromantischer Regeln bedürfen, die alle Beteiligten dabei einzuhalten haben. Damit meine ich humanitäre, juristische und kulturelle. Und ich meine zudem klares, schnelles und kompromissloses Sanktionieren jeder Nichteinhaltung.
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