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Zitat von qbz
Libyen war unter Gaddhafi ein wirtschaftlich sehr starkes Land mit im regionalen Vergleich gutem Sozial-/Gesundheits-/Schulsystem, Syrien hatte vor dem Bürgerkrieg wirtschaftliches Wachstum (nach der Umstellung infolge des Ostblockzusammenbruchs) und der Irak unter Saddam Hussein wurde vor der militärischen USA-Besetzung mit totaler Wirtschaftsblockade (keine Ölabnahme) in die Knie gezwungen. Das Potential, ihre Einwohner zu versorgen, hätten diese Länder.
Nahost-Kenner wie der verstorbene Scholl-Latour schrieben ihre Warnungen vor der NATO-Politik, welche aus seiner Sicht die gesamte Region destabilisieren wird, in ausländischen Medien, weil er hier nicht mehr publiziert wurde.
Meine Meinung:
Solange man die westlichen Wirtschaftblockaden gegen Syrien und den Iran nicht aufhebt, nehme ich an, dass die NATO, Israel und Saudi-Arabien weiter daran arbeiten, auch den Iran noch zu destabilisieren und das Land ebenso aufzuteilen, wie den Irak, Syrien, Libyen nüchtern betrachtet, und es wird sehr viel mehr Flüchtlinge aus dem Iran geben wie jetzt.
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Dann müssten wir (EU) also möglicherweise die Kröte eines tyrannischen Diktators schlucken, weil dieser einem Großteil seiner Bevölkerung auf Kosten einer Minderheit ein auskömmliches Leben garantiert. Weiter hoffen wir dann das eine möglichst Demokratische Opposition es schafft das Land aus dem Inneren heraus zu reformieren?
Sind wir schon weit genug für diese Erkenntnis? Ist das überhaupt richtig, politisch und moralisch?
Waren die Diktatoren vielleicht nicht nur Marionetten die dafür zu sorgen hatten, dass das Volk ruhig ist und das Öl billig fließt? Gibt es möglicherweise keine Lösung des Problems ohne auf unser billiges ÖL und die Ausbeutung des Nahen Ostens zu verzichten? Müssen nicht die Flüchtlinge bald frieren weil der Winter kommt, sondern wir weil der Nahe Osten seine Bodenschätze behält oder nur für teuer Geld verkauft?