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Ich habe als Teilnehmer das Problem so gesehen, dass eine Richtungsboje nach der zweiten Eckboje so weit abgetrieben ist, dass man sie tatsächlich übersehen konnte. Schließlich sind alle von einem Dreieckskurs ausgegangen und haben nach dem zweiten Eck in Richtung Ziel eine weitere Richtungsboje gesehen. Manche haben die abgetriebene Boje dann im Vorbeischwimmen entdeckt und sich auf den Umweg gemacht, andere nicht. Ich glaube aber nicht, dass absichtlich abgekürzt wurde.
Jetzt hätte man entweder alle "Dreiecksschwimmer" disqualifizieren können oder alle "Umwegschwimmer" mit deutlich längeren Schwimmzeiten benachteiligen. Sicher eine blöde Situation, in der ich nachvollziehen kann, dass man das Schwimmen annulliert hat. Dass es natürlich grober Pfusch ist, die Bojen nicht ordentlich zu befestigen, ist klar. Für die Schwimmer war es aber dort draußen wirklich recht windig und wellig, sodass die Sicht auch schwierig war.
Ich weiß nicht, wie es ganz vorne im Feld ausgeschaut hat, und wo da die Boje gerade war. Das oben geschriebene gilt für die, die etwa zehn Minuten auf den "rolling start" gewartet haben. Der war nämlich wirklich schlecht organisiert, weil die "Startaufstellung" nur von hinten zugänglich war. Da war´s dann aber so voll, dass viele nicht zu ihren eigentlichen Zielzeiten losschwimmen konnten.
Dass das passiert ist, war natürlich Mist. Ich weiß aber, dass das die Veranstalter auch so sehen, und dass IM auch einiges Verbesserungspotential für dieses Rennen sieht. Wie gesagt, organisatorisch ist da sicher noch Luft nach oben, aber Ort und Termin können sicher eine Bereicherung für den europäischen Triathlonkalender sein.
Und noch eine kleine Anmerkung zum "namenlosen M45-Gesamtsieger". So schlecht ist der wieder auch nicht, und wenn in einem Rennen keine Profis starten, dann gewinnt zwangsläufig ein AK-Athlet. Ich verstehe aber natürlich auch den Ärger des Athleten, der gewonnen hätte, wenn die Veranstalter ihre Hausaufgaben erledigt hätten und das Schwimmen ordentlich organisiert hätten.
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