Zitat:
Zitat von Klugschnacker
Finde ich sehr gut, dass Menschen aus dem Polizeidienst ihre Erfahrungen hier einbringen. Danke dafür!
Wie sähe eine Statistik zur Kriminalität in Deutschland ungefähr aus, wenn man nicht die Anzahl der Delikte, sondern die Schwere der Delikte betrachtet?
Sofern man nur die Anzahl der Delikte auswertet, wirft man kiffende Kleinkriminelle und Zigarettenverkäufer in den gleichen Topf wie Wirtschaftskriminelle, die den Staat oder andere Personen um zwei- oder dreistellige Millionenbeträge prellen.
Grüße
Arne
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Ich weiß nicht was Du meinst mit Betrachtung der schweren Delikte. Also grundsätzlich hatte ich ja schon ausgeführt, bei Gewaltdelikten nimmt der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen erheblich zu. Deutsche begehen eher Betrugsdelikte. Grundsätzlich nimmt die Kriminalität, auch die Gewaltkriminalität in Deutschland ab. Die Ausländer und Asyldelikte kann man aus der Statistik raus rechnen ohne das sich der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen wesentlich ändert. Grundsätzlich ist es aber richtig das die Polizeiliche Kriminalstatistik eher ungeeignet ist um Kriminalität zu erklären. Ich hatte das auch nur mal als Antwort auf Vickys Post geschrieben, weil sie da mit der Interpretation der Zahlen völlig daneben lag. Der Labeling approach auf den Du anspielst Arne ist noch lange nicht ausreichend untersucht um eine Verzerrung der Zahlen zu erklären. Auch das bewußte Kontrollieren von nichtdeutschen Personen lässt sich statistisch nicht erfassen. Dürfte aber eine Rolle spielen, der typische Nordeuropäer wird bei der Suche nach Straßendealern sicher seltener Kontrolliert als Südeuropäer oder Schwarzafrikaner und hat daher ein geringeres Entdeckungsrisiko.
Bei Gewaltdelikten spielen diese Faktoren aber eine geringe Rolle, da die Anzeige eher von dem Opfer kommt. Sprich Verzerrungen durch die Polizei sind eher gering.