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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Flüchtlingsdrama im Mittelmeer....
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Alt 28.08.2015, 09:09   #245
niksfiadi
Szenekenner
 
Benutzerbild von niksfiadi
 
Registriert seit: 11.06.2010
Beiträge: 3.926
Arne, ich wollte nicht auf FB posten, lieber hier...

Solange wir etwas besitzen haben wir Angst es zu verlieren. Und allein diese Angst ums Haben verzerrt unseren Verstand in eine hässliche verlogene Fratze. Die einen zeigen dabei blank die Zähne, andere verspannen ihre Gesichtsmuskulatur zu einem pseudohumanistischen Gutmenschenblick.

Aber wer von uns würde wirklich (viell. wie Franziskus?) sein letztes Hemd geben?

Ich bin ja sehr dafür, dass den Flüchtlingen geholfen wird, dass aufgenommen wird, wer verfolgt und traumatisiert ist. Dass Flüchtlingskinder hier in der reichen Welt eine Chance bekommen und ich bin auch der Meinung, dass unser Boot hier noch lange nicht voll genug ist. Auf FB wehre ich mich lautstark gegen Parolen und Desinformation, verurteile hässliche und menschenverachtende Phrasen und versuche unangenehm denjenigen gegenüber zu sein, die Hetze forcieren. Ich habe auch die eine oder andere Diskussion geführt, leider ohne für mich befriedigendem Ergebnis.

Schlussendlich frage ich mich, warum es unser Gesellschaft so schwer fällt zu teilen.

Warum schaffe ich, als jemand der alles und noch mehr hat, nicht mehr, als gerade mal ein paar lächerliche Euros auf ein Spendenkonto zu überweisen? Warum kann ich mich nicht dazu überwinden, die brennende Fackel an mich zu reissen und vollen Einsatz für die Menschlichkeit zu zeigen? Wie kann es sein, dass Geld verdienen, Triathlon zu trainieren und mein Hab und Gut sauber und ordentlich zu halten für mich am Ende des Tages wichtiger ist, als meine Zeit denen zu schenken, die wirklich davon profitieren würden?

Ich fühle mich mitschuldig, an all dem, was da draußen passiert. Vielleicht ist meine Verallgemeinerung falsch, aber ich denke ich bin nicht der einzige "Gutmensch", der tief drinnen so fühlt. Prüfe doch jeder mal sich selbst!

Schlussendlich ist nur der ehrlich, der Gutes tut und nicht nur davon redet.

Nik
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Failing Forward. Wer sich nicht bewegt, spürt seine Fesseln nicht. (Rosa Luxemburg)
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