Danke für Euer Feedback!
Zitat:
Zitat von alex1
Ohne jetzt Deinen anderen Thread gelesen zu haben, kann es sein, dass Du falsch trainierst? Ich hoffe das ist jetzt nicht off-topic, und ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber an Deiner Stelle hätte ich auch absolut keinen Bock mehr, aber zu 100%. Du läufst 80km / Woche und scheiterst ernsthaft an der 4h-Marke?  Mit der Hälfte des Pensum müsstest Du doch schon locker unter 3:30h kommen können, wenn Du "normal" talentiert bist? Vielleicht ist da des Pudels Kern?
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Dem anderen Thread hättest Du entnehmen können, dass die 80 km nicht mein übliches Pensum sind. An solche Umfänge hatte ich mich gerade erst herangetastet. Früher durften es gerne auch mal 80 km im Quartal sein.
Was das Talent angeht, so fürchte ich leider, dass ich wirklich ziemlich untalentiert bin. Verbesserungen beim Laufen dauern bei mir lange und sind mühsam. Auch meine Statur ist nicht wirklich läufertypisch. Etliche modisch geschnittene Anzüge passen mir nicht, weil meine Wade zu dick ist und ich so nicht ins Hosenbein komme.

Das soll keine Ausrede sein. Man muss mit dem arbeiten, was man hat. Aber ein toller Läufer wird aus mir in diesem Leben nicht mehr.
Und oft ist es leider so, dass wenn ich gerade gut drin bin, sich eine Verletzung oder sonstige Erkrankung einstellt. Bei meiner alten Bestzeit hatte ich gerade eine ansteigende Form und es sah ganz gut aus und dann hatte ich einen Ermüdungsbruch im Mittelfußknochen.
Ich vermeide es, meine Leistungen danach zu bewerten, was "normal talentierte" mit viel weniger Aufwand hinbekommen. Ansonsten könnte ich es tatsächlich gleich lassen, weil das wäre ein stetiger Quell der Frustration. Was mich antreibt, ist die Lust an der Bewegung und das Gefühl, das sich manchmal einstellt, wenn ich einen guten Tag erwischt habe. Dennoch habe natürlich auch ich messbare sportliche Ziele und eines davon ist die 4-Stunden-Marke.
Am Trainingsplan liegt es eher nicht. Wann immer ich regelmäßig trainieren konnte und wollte, ging es gut voran.
Es kann natürlich sein, dass ich manchmal zu viel mache und mich überlaste. Wäre ich mit kleineren Umfängen nicht krank geworden? Man weiß es leider nicht.
Zitat:
Zitat von ErikT
Wie wäre es ggf. mit dem Training in der Gruppe (a la Marathonprojekt in Frankfurt) - das würde Dir ggf. über den Gruppenansatz und einen systematischen Trainingsplan auch noch mal einiges bringen.
80km / Woche sind gerade bei Deinen Zeitzielen in meinen Augen auch viel zu viel (ich bin letztes Jahr im Peak meiner Marathonvorbereitung auch einmal 80km / Woche gelaufen...), ggf. musst Du das besser strukturieren - nicht mehr als 5x/Woche, 1 langer Lauf, 1x Intervalle, 1xHIIT, 2x "normal" GA1/2...?
Die Motivation muss allerdings von Dir aus kommen - ggf. machst Du jetzt auch mal einen Break und greifst dann wieder nächstes Jahr im Frühjahr oder Herbst an?!
Erik
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Trainingspläne habe ich (und halte mich normalerweise auch dran), das ist nicht das Thema. Gruppentraining finde ich ganz nett, muss aber zugeben, dass ich lieber zu Zeiten unterwegs bin, wo eher keines stattfindet. Außerdem kommt da nochmal Anfahrt zum Treffpunkt etc. dazu, was mich eher abschreckt. Üblicherweise laufe ich zuhause los und beende die Runde auch wieder hier.
Aber in gewisser Weise ist ja zumindest ein Kleingruppentraining am Wochenende in Sicht, nachdem anneliese sich erbarmt hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass gelaufen wird, steigt tatsächlich wenn man sich zum Laufen verabredet hat.
Die 80 km waren in einer Phase, wo ich das Gefühl hatte, es geht ganz gut voran und Lust drauf hatte. Und mehr als 5 Tage pro Woche waren das auch nicht, aber dann z.B. mal zwei Läufe jenseits der 20 km.
Ich weiß, dass es ohne intrinsische Motivation nicht funktioniert und die ist auch vorhanden. Aber manchmal ist der Geist willig und das Fleisch schwach. Ich versuche nun, eine Phase kompletter Untätigkeit und den damit verbundenen Verlust von Fitness zu vermeiden, indem ich mich mit ein paar Tricks bei Laune halte, so lange, bis sich zum Wunsch auch wieder der Drang gesellt.
