Zitat:
Zitat von Soft Rider
Arne hat den Effekt in Post 93 erklärt, bei ausreichender Salzversorgung wäre nichts passiert.
Das Ödem ist direkte Folge des Salzmangels im Zellzwischenraum.
Zu viel salzhaltiges Wasser hätte der Sportler wohl über Schweiß und Nieren ausscheiden können.
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Arne hat es richtig dargestellt, aber letztlich kommt es auf den Osmosegradienten, d.h. den Unterschied ziwschen extrazellulärem Natriumgehalt und intrazellulärem Natriumgehalt an und dieser Osmosegradient hängt nicht von der absoluten Natriummenge im Körper bzw. in der extrazellulären Flüssigkeit, sondern von der Konzentration des Natriums ab, d.h. er sinkt bei zu wenig Natrium (wegen zu hoher Na-Ausscheidung oder zu wenig Na-Zufuhr), aber er sinkt auch bei genügend Natrium in den Gefäßen aber gleichzeitig zu viel Flüssigkeit (wegen zu großer Flüssiogkeitszufuhr).
Eine unzureichende Salzversorgung ist
ein Faktor der eine Hyponatriämie begünstigen kann, eine mögliche
zu große Trinkmenge bei gleichzeitig gestörter Ausscheidung des Zuviels an Flüssigkeit ist aber vermutlich weit eher für die Hyponatriämie verantwortlich. (und natürlich können sich alle drei Effekte addieren).
Gerade auch bei den in der Vergangenheit beschriebenen Fällen von Hirnödem wegen Hyponatriämie z.B. beim Boston-Marathon war die dortige Wettkampfdauer eigentlich zu kurz als das der in drei bis vier Stunden mögliche absolute Natriumverlust entscheidend gewesen sein kann, während eine zu große Trinkmenge bei gleichzeitig gestörter Ausscheidung schnell zu einer Verdüpnnung des extrazellulären Natriums führen kann.
Es spricht ja auch für sich, dass die Zufuhr von Natrium z.b. über eine Injektion nur einen geringen positiven Effekt bei der Therapie einer Hyponatriämie hat, während die Ankurbelung der Diurese durch harntreibende Mittel zu einer raschen Besserung der Gesamtsituation führt.
Schwere Hyponatriämie mit Lungen- und Hirnödem bei einer Ironman-Triathletin (den Link hatte Lidlracer schon rausgesucht.