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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Ironman 70.3 Rapperswil 2015
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Alt 08.06.2015, 23:16   #187
Nico84
sagt "Hallo allerseits!"
 
Registriert seit: 06.07.2012
Beiträge: 1
Hallo zusammen,

Zuerst ein grosses Danke an das Forum. Als stiller Mitleser konnte ich hier in meiner bisherigen Triathlon-Karriere viele Tipps und Tricks mitnehmen, welche mir auch gestern in Rapperswil geholfen haben.

Nach zwei Triathlon-Saisons mit einigen Sprint- und olympischen Distanzen habe ich mich letzten Herbst zum Projekt Ironman 70.3 in Rapperswil entschlossen.

Nun aber zum gestrigen Rennen:

Ich war bereits um ca. 6:20 Uhr in der Wechselzone und konnte mir so genügend Zeit nehmen, um mich auf den Wettkampf vorzubereiten und auch um die tolle Atmosphäre an diesem wunderschönen Sonntagmorgen zu geniessen. Die Vorbereitungen verliefen ohne Probleme.

Die Vorfreude und die Nervosität waren schon die ganze Woche spürbar und es war nun ein richtig tolles Gefühl mit meiner Startgruppe in den See zu steigen. Um 08:25 Uhr wurde dann meine Startgruppe auf den Weg geschickt.

Eine Zielzeit habe ich mir nicht wirklich vorgenommen, aber meine Richtzeiten an meine Support-Crew ging von 5:05h aus, was ich ihnen als Optimum angab. Aufgeteilt in 0:36h / 2:45h / 1:38h plus noch je drei Minuten für den Wechsel.

Als eher schlechter Schwimmer habe ich mich bewusst etwas weiter hinten platziert. Doch es war trotzdem die ersten paar hundert Meter ein ziemliches Chaos. Doch dann habe ich meinen Rhythmus gefunden und die erste Hälfte ging rasch vorbei. Nach der Wende bekam ich dann von einem anderen Athleten noch einen Fuss mitten ins Gesicht geschlagen. Der Schmerz verging aber nach kurzer Zeit wieder und ich konnte das Wasser nach 34:09 verlassen und war somit voll im Zeitplan.

Der Wechsel verlief ebenfalls im Rahmen der Erwartungen und nach knapp über drei Minuten war ich bereits auf dem Rad. Von der Streckenbesichtigung kannte ich die wichtigsten Stellen und wusste so bereits in etwa was mich erwarten würde. Bis nach Schmerikon und auch den Witches Hill hinauf verlief es sehr gut und ich konnte zahlreiche andere Athleten überholen, was natürlich die Motivation zusätzlich förderte. Die anschliessend Abfahrt fand ich schon bei der Streckenbesichtigung nicht wirklich ideal, aber die ging auch vorbei und der erste Aufstieg nach Goldingen war auch schnell geschafft und so ging es eigentlich weiter. Ich lag sehr gut in der Zeit und hatte trotz den vielen Höhenmetern richtig viel Spass. Das lag natürlich auch am perfekten Wetter, den vielen Zuschauern und der Stimmung an der Strecke. Den Rad-Teil absolvierte ich in etwas über 2:36h und lag somit bereits 10 Minuten über dem erwähnten Zeitplan.

Der zweite Wechsel verlief auch nicht schlecht und dauerte mit einem kurzen Gang aufs Pissoir und erneutem eincremen knapp vier Minuten.

Beim Ausgang aus der Wechselzone traf ich dann zum ersten Mal auf meine Support-Crew, der ich über den ganzen Lauf hinweg noch ein paar Mal begegnen konnte.

Die ersten Kilometer ging ich wie üblich etwas zu schnell an (4:12 / 4:16). Doch die Hitze führte dazu, dass sich die darauffolgenden Kilometer zwischen 4:35 und 4:45 einpendelten. An den übrigens sehr gut eingerichteten Verpflegungsständen setzte ich meine Strategie mit Iso resp. Wasser und Gel fort und nahm auch immer genügend Schwämme mit, um meinen Körper zu kühlen.

Bereits in der ersten Runde durch die Altstadt begann ich etwas zu rechnen und stellte fest, dass eine Sub-5h Zeit eigentlich gut drin liegen müsste. Die erste Runde absolvierte ich in etwas über 47 Minuten mit einer durchschnittlichen 4:33er Pace. Bis Kilometer 13 konnte ich die Pace etwa halten und dann begann ich langsamer zu werden und die Zeiten pendelten sich bei ca. fünf Minuten pro Kilometer ein. Ich begann zu diesem Zeitpunkt auch bewusst bei den Verpflegungsstationen kurz eine Gehpause einzulegen, damit ich mich wirklich ordentlich verpflegen konnte.

Bei der zweiten Rundenkontrolle, war ich mir dann sicher, dass ich die Sub-5h gut erreiche, wenn nichts gravierendes mehr dazwischen kommt. So lief ich mein Tempo weiter und konnte kurze Zeit später in den Zielkanal einbiegen. Die Stimmung war natürlich fantastisch und ich konnte den Halbmarathon in 1:39:49 absolvieren und überschritt nach 4:57:26 überglücklich die Ziellinie.

Mit meiner ersten Mitteldistanz bin ich absolut zufrieden, insbesondere auch mit dem beruflich bedingten eher bescheidenen Training (im Schnitt ca. 7h pro Woche seit 1.1.15). Ich bin zwar schon länger mit dem Triathlon-Virus infiziert, aber nun weiss ich auch, dass mir wie beim Laufen auch beim Triathlon die längeren Distanzen mehr liegen und ich trotz einigen kurzen Tiefs während dem Laufen viel Spass während dem Wettkampf hatte.

Der einzige wirkliche Wermutstropfen zeigte sich dann am Abend. Leider nahm ich aufgrund der Wettervorhersagen nur Sonnencreme mit dem Faktor 30 statt Daylong 50 mit und bereits beim Laufen spürte ich, dass es an den Schultern, Rücken und Oberarmen einen ziemlichen Sonnenbrand gegeben wird, was sich dann am Abend leider auch bewahrheitete. Aber „Lessons learned“, Daylong 50 wird nun immer eingepackt, egal was der Wetterbericht voraussagt.

Nochmals Danke an dieses tolle Forum.
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