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mal zurück zur Sache:
GDL fordert:
- 5% mehr Geld
- weniger Arbeitszeit
- das Recht eigene, inhaltlich eigenständige Tarifverträge abschliessen zu können (für mich nachvollziehbar)
Bahn:
- 4,7% mehr Kohle
- weniger Arbeitszeit für den einzelnen durch 3000 neue Kollegen
- einheitliche Tarife (auch nachvollziehbar aus Arbeitgebersicht)
fehlt da noch was Wesentliches?
bei Punkten 1 und 2 ist man sich sehr nahe, ich würde sagen so gut wie einig.
Bei Punkt 3 steht man sich so entgegengesetzt wie nur möglich gegenüber und keiner bewegt sich. Es geht also um Punkt 3:
- GDL sagt "ich will aber", Bahn spielt auf Zeit und wartet auf das Tarifeinheitsgesetz
- immer längere Streiks führen bisher zu keinem Ergebnis und sind in ihren Auswirkungen erheblich (für mein persönliches Empfinden nicht mehr verhältnismässig)
=> wie wäre es mit weiteren Gesprächen? Ggf. unter Hinzuziehung von dritten, die ggf. Bewegung in den Stillstand bei Punkt 3 bringen könnten?
Wenn beide Seiten unfähig sind sich zu einigen wie aktuell demonstriert sollte es eine Möglichkeit geben den Stillstand aufzulösen, sei es eine Zwangsschlichtung oder irgendwas anderes.
Lustig fände ich den Weg, dass die Bahn der GDL ihren eigenen Vertrag gibt und mit der EVG dann einen für die Arbeitnehmer vorteilhafteren abschliesst, die GDL-Mitglieder wollen auch in den Genuß der besseren Konditionen kommen und wechseln zur EVG und Weselsky kann zusperren. (kann er mit dem Tarifeinheitsgesetz wohl eh bald)
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Grüße
Tri-K
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