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Mir scheint, hier werden zwei unterschiedliche Sachen vermischt:
Das allgemeine Risiko hierzulande durch einen Terroranschlag zu Schaden zu kommen ist tatsächlich verschwindend gering im Vergleich zu allen möglichen anderen Risiken, vor denen wir wenig bis keine Angst haben.
Da ist es nicht sinnvoll, für eine noch weitere Senkung des Terrorrisikos weitgehende Einschränkungen unser aller Freiheit in Kauf zu nehmen.
In dem Fall dieses Radrennens haben wir aber eine sehr konkrete Gefahr. So lange man nicht weiß, ob es weitere Komplizen mit Waffen und Bomben gibt, ist eine Genehmigung schlicht und einfach verantwortungslos.
Für den einzelnen Teilnehmer mag das Risiko noch akzeptabel sein, aber nicht für denjenigen, der für tausende Teilnehmer verantwortlich ist und anschließend strafrechtlich zur Verantwortung gezogen wird und womöglich viele Tote und Verstümmelte auf dem Gewissen hat.
Die Nichtteilnahme von ein paar Tausend Leuten an einem Radrennen ist Peanuts im Vergleich zur allumfassenden Überwachung unserer Kommunikation.
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