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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Flüchtlingsdrama im Mittelmeer....
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 22.04.2015, 15:45   #76
Schwarzfahrer
Szenekenner
 
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Registriert seit: 15.01.2009
Ort: Rhein-Neckar-Dreieck
Beiträge: 7.830
Zitat:
Zitat von TriBlade Beitrag anzeigen
... Was mir noch fehlt bei der Diskussion ist, ein halbwegs realistischer Vorschlag zu einer sagen wir kurzfristigen aber wirksamen Intervention gegen das Problem. ....
Da das Problem gleichzeitig vielfältige Ursachen hat, wäre wohl nur ein gleichzeitiger Ansatz in Afrika und Europa effektiv.

Afrika:Solange die Verhältnisse dort zur Flucht animieren, werden Leute losziehen. Und die Verhältnisse ändern sich durch Konsumverhalten bei uns eh nur marginal, wenn überhaupt. Da sind schon viele dortige Landsleute mit verantwortlich, sei es als Regierung, sei es als kleiner Mann: lieber ein Job in einer Näherei in Bangladesh, als Hungern. Würden sich dort alle weigern, zu den Bedingungen zu arbeiten, hätten wir halt keine billigen T-shirts; ob es denen besser ginge, weiß keiner genau.
Und die UNO kann auch nicht liberale, korruptionsfreie demokratische Wohlfahrtsstaaten zaubern, wo die Regel Korruption, Diktatur, Religionskriege, etc. sind. Da können wir nur auf langsame gesellschaftliche Veränderung hinwirken, was aber wohl Generationen dauert.

Und zur Europäischen Seite: natürlich sollte man Flüchtlinge aufnehmen und die menschenwürdig behanden, ob sie dauerhaft bleiben dürfen, oder nicht; auch ein Schiff in Seenot verdient Hilfe, wenn man in der Nähe ist. Das sind die Sachen, die wir gut und richtig machen müssen. Aber es kann nicht unsere Pflicht sein, alle Schiffe, die im Mittelmeer treiben, vorbeugend zu sichern. Dann können wir gleich die Flüchtlinge in Afrika direkt abholen mit europäischen Schiffen. Ich sehe also keinen Grund für extra Aktionen seitens Europa.

Und ja, es können zu viele sein, so daß eine Haltung wie Australien legitim sein kann (ich weiß nicht, ob es dort konkret so ist).
Aber ich sehe es ähnlich im Kleinen (Beispiel): Ich wohne gegenüber einer Schule - wenn mal eine Kind rüberkäme, weil er ein Pflaster für seine Schürfwunde braucht, hätte ich kein Problem, ihm zu helfen. Auch bei ein-zwei im Monat nicht. Aber wenn es alle zwei Tage oder alle paar Stunden klingelt, weil es sich rumspricht, daß ich auch immer wieder Bonbons dazu habe, würde ich irgendwann auch nicht aufmachen, und es wäre auch nicht mein Problem, ob sie die Straße sicher queren können, um zu mir zu gelangen. Warum soll es ein Staat anders sehen?
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“If everything's under control, you're going too slow.” (Mario Andretti)
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