Hi,
gestern bin ich wieder in Shanghai gelandet und leide noch ein bisschen unter Schlafentzug: Jetlag und kein Schlaf im Flieger.
Nachdem ich am Mittwochmorgen noch mal schwimmen war (insgesamt 1,6 km, davon 1x500m in 9:45min), fiel der Donnerstag trainingstechnisch der Familienfeier zum Opfer und der Freitag dem Wetter. Ich wollte eigentlich noch mal kurz aufs Rad und alles durchchecken, habe aber bei Dauerregen einen Rückzieher gemacht.
Am Samstag dann endlich der erste Wettkampf der Saison, Volkstriathlon in Salzgitter (500-25-5,4), direkt vor der Haustür meiner Eltern. Beim Start war es trocken, aber verdammt windig, so dass einem richtige Wellen im See entgegenschlugen. Keine Ahnung, ob es das war oder etwas anderes, aber das Schwimmen war eine Katastrophe

. Statt unter 10 Minuten waren es fast 12 Minuten (genaue Zeiten folgen sobald diese veröffentlicht sind). Beim Wechsel aufs Rad ist dann das Startnummernband gerissen, also schnell einen Knoten gemacht. Auf dem Rad war es eigentlich ok, bis in der 2. Runde dann der große Regen kam. Aber vom meiner Premiere letztes Jahr kannte ich das ja schon und ich konnte gefühlt einige Plätze in der Phase gutmachen (kein Wunder, wenn man fast als letzter aus dem Wasser kommt). Dann der Anfängerfehler beim 2.Wechsel: Ich kam nicht in die Laufschuhe rein, zu eng vorgeschnürt

. Sollten man vielleicht doch mal vorher probieren. Irgendwann ging es dann los, allerdings nur ca. 2km, dann hatte ich das erste Mal in meinem Läuferleben richtiges Seitenstechen

. Also kurz raus, ordentlich in die Seite gegriffen, tief durchgeatmet und dann langsam weiter. Irgendwie ging es und ich konnte halbwegs vernünftig zu Ende laufen. In 1:30:45 war ich im Ziel. Eigentlich ein total verkorkster Wettkampf, aber warum macht die Sache trotzdem so einen Riesenspaß?
Lustigerweise wurde ich dann noch für die lokale Zeitung interviewt. Man muss halt nicht schnell sein, sondern nur den weitesten Anfahrtsweg haben.
Mein persönliches Erfolgserlebnis hatte ich dann doch noch, mir ist es gelungen, das komplette Rad in den Koffer zu kriegen und heile (naja, mal sehen, habe es noch nicht wieder zusammengeschraubt) nach China zu bringen. Nur der Taxifahrer kam ein bisschen ins Schwitzen, als der den Trümmer von Radkoffer gesehen hat.
Diese Woche wird trainingsmäßig etwas ruhiger, da übers Wochenende ein Firmenausflug ansteht. Danach muss ich mal organisieren, dass das Rad hier in China auch wirklich bewegt wird. Bei den derzeitigen Temperaturen (35°C-40°C) würde ich aber am liebsten einen Schwimmschwerpunkt setzen, was in Anbetracht der Zeit am Samstag auch dringend nötig erscheint.