22.01.2015, 20:44
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#324
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Szenekenner
Registriert seit: 16.05.2011
Beiträge: 388
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Zitat:
Zitat von LidlRacer
Nö, Du hast schon recht. Viele meinen offenbar, entweder für oder gegen Pegida und für oder genen "den Islam" sein zu müssen. Eine differenzierte Auseinandersetzung findet zu wenig statt.
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Aber man kann sie dennoch finden, z.B. hier:
Der Dresdner Politologe Werner Patzelt erklärt, warum er Pegida mehrheitlich nicht für islamfeindlich hält.
Er meint dazu:
" Für viele Pegida-Leute ist die Unterscheidung zwischen "Islamfeindschaft" und "Islamisierungsgegnerschaft" wichtig. Letztere hegen sie aufs Deutlichste, während sie sich von Ersterer distanzieren. Andernteils ist diese Bewegung nicht – sozusagen – "antiislamisch", sondern klar antireligiös.
Das ist auch ein Erbe aus DDR-Zeiten: Religion ist etwas für Dumme – und im Übrigen gefährlich, teils als "Opium", teils als Quelle von Gewalt. Das Christentum kommt nur deshalb nicht ins Visier, weil man es in Ostdeutschland ohnehin nicht mehr ernst nimmt. Den Islam aber schon – gerade weil ihn viele Muslime sehr ernst nehmen, nicht zuletzt als die einzige Heimat, die Flüchtlingen geblieben ist."
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