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Zitat von drullse
Ich würde die Strecke gerne mal absolvieren, das Rennen an sich würde mich schon reizen - aber nicht im Rahmen einer IM-WM.
Besser kann ich es nicht erklären...
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Bringt genau das auf den Punkt, was auch mein Empfinden ist.
Ich war ganz wild drauf, irgendwann einmal den Ironman auf Hawaii mitzumachen. Dass ich mich dafür qualifiziere, war von vornherein komplett illusorisch. Erstens habe ich immer noch keine Langdistanz bewältigt und zweitens lande ich bei sonstigen Veranstaltungen regelmäßig im hinteren Drittel. Meine einzige Chance bestünde darin, alle anderen zu überleben und es in 30 Jahren mal zu versuchen. Aber selbst dann müsste ich noch ein Rennen finishen - also,
no way, José!
Aber den Versuch, über die Lotterie oder Alternativen wie Sponsorenplätze reinzukommen, habe ich erwogen, um mir einen Traum zu erfüllen.
Ich weiß, dass viele denken, Leute wie ich hätten bei einer WM nichts verloren - und ich würde da auch nicht widersprechen - aber wenn es solche Möglichkeiten gibt, warum sollte ausgerechnet ich nicht versuchen, sie zu nutzen?
Gerade die krasse Mischung von Superathleten und kompletten Bratwürsten hat mich schon von Anfang an fasziniert.
Mittlerweile bin ich aber von der zunehmenden Penetranz und Arroganz der Marke so abgestoßen, dass ich damit möglichst wenig zu tun haben möchte. Ich bin deshalb in mich gegangen und habe festgestellt, dass mein Traum nicht zwingend mit Hawaii verbunden ist und dass es deutlich einfacher ist, irgendwo anders bei einer Langdistanz an den Start zu gehen, was ich mit etwas Glück in einigen Jahren schaffe.
Ich kann die Begeisterung für einen Hawaii-Start nachvollziehen und freue mich aufrichtig für jeden, der das Finish dort erleben darf. Aber mich widert die Maschinerie an, die das Event treibt, und deswegen habe ich Kona von meiner
bucket list gestrichen.