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Alt 06.10.2014, 23:08   #353
Lux
Szenekenner
 
Registriert seit: 29.05.2010
Ort: Münster/ Westfalen
Beiträge: 525
Zitat:
Zitat von speedskater Beitrag anzeigen
@Befürworter einer Windschattenfreigabe:

1. Gegen die Legalisierung spricht u.a. vor allem
das Sicherheitsargument.

In Pelotons würde das Risiko eines Sturzes
und damit die Quantität
und leider auch Qualität
von Verletzungen im Triathlon stark steigen.

Agegrouper ab 35 Jahren,
mehrheitlich um die 45 Jahren,
die im Beruf und im Leben stehen
und empfindlicher für Verletzungen
und schwächer in deren Heilung,
sollten sich dieser schwerwiegenden Problematik bewußt sein.
"Erwachsene" 50 und 60-Jährige sowieso.

Auch ohne Peloton kann ja schon genug passieren....
(und die Verschleißerscheinungen sind ja auch nicht ohne...)
Wollen die Befürworter noch mehr riskieren?

Das war der Hauptgrund,
warum ich nach vielen Jahren Speedskating (Inliner-Wettkämpfe)
diesen Sport wehmütig aufgegeben
und lediglich an einem einzigen Jedermannradrennen teilgenommen habe
und letzteres auch nicht wiederholen würde.

Zuhauf gab es bei anderen Schlüsselbein-, Hüft- und Kieferbruch, Knieverletzungen, u.ä.

Das Sturz- und Verletzungsrisiko war einfach zu groß
und wurde durch den Umstand erhöht,
dass unfaire,
manchmal auch als kriminell zu bezeichnende Athleten
bei wichtigen Meisterschaftsrennen
andere Athleten (vereinfacht formuliert)
in Unfallsituationen "reingeschoben" haben.
Wirklich wahr.
Ob das bei den Trias auch vorstellbar wäre?
Ausschließen kann ich es realistischerweise nicht.

So erhofften sie,
einen Wettbewerbsvorteil zu bekommen (ähnlich Doping)
und nahmen das Risiko in Kauf,
dass die Anderen schwer verunfallten (was auch geschah)
und sich größere Verletzungen zuzogen.

2. Im übrigen sollte man auch berücksichtigen,
dass aus der echten und ehrlichen Einzelsportart
ein ganz anderer Sport
(passende Beschreibung fällt mir momentan nicht ein)
wird.

So ist legalisierter Windschattentriathlon (siehe ITU)
oder Speedskating ein Ansatz, der ganz anders funktioniert.

Wer beim Speedskatemarathon nicht in eine Gruppe bzw. Zug reinkommt,
z.B. auf den ersten 5 km, der kann das Rennen eigentlich sofort abbrechen.

Ohne Windschatten hat man als Einzelfahrer keine Chance.
Der ITU-Zirkus ist sicherlich vergleichbar
und sorgt deshalb gerade in diesem langdistanzlastigen Forum häufig für Desinteresse.

Trainiert man das ganze Jahr für DAS Skaterhighlight Berlin Marathon
und verpaßt die gewünschte Gruppe,
war fast alles umsonst.
Brutal!
Dem Autor dieser Zeilen (und Tausenden anderer) ist das wiederholt Male passiert.
Anschließend hängte er die Rollen an den Nagel.
Schlimmer kann eigentlich nur noch ein Sturz mit schwerwiegenden Folgen sein....

Sicherlich verständlich,
dass ich an legalisierten "Peloton-Rennen"
nicht teilnehmen würde
und auch einigen (nicht allen) davon abrate.

Schließlich will ich nicht nur mein 30. (siehe Keko),
sondern auch noch mein 40. Triathlonjahr (inkl. Wettkämpfe; Training ist mir zu wenig)
mit ausreichender Gesundheit und Spaß erleben.
+1
insbesondere bzgl. der Erfahrungen beim Berlin-Skate-Marathon,
inkl. eigenem sehr blutigen Sturz kurz vor Ende des Rennens,
ausgelöst durch enges Windschattenfahren, nachlassender Kraft und Konzentration.

So musste ich die "Mir-passiert-schon-nichts"-Illusion schon vor Jahren schmerzlich ablegen.
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