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Aloha Athleten,
Ich möchte mich bei allen hier für die tolle Unterstützung und rege Diskussion rund um Wales (und all die Monate davor) bedanken.
Einen Großteil meines (aus sehr persönlicher Sicht) überragenden Ergebnisses habe ich definitiv dem Support, Ansporn und "virtuellen" Arschtritten über die letzten 12 Monate hinweg hier aus dem Forum zu verdanken.
Ich bin mir sicher, dass ich es ohne die offene Kommunikation und den unverfälschten Austausch zwischen uns allen niemals hinbekommen hätte, mit 43 Jahren zwei anspruchsvolle Ironmanveranstaltungen auf diesem hohen Niveau absolvieren zu können.
Es war das erste Mal, dass mir dies gelungen ist und der Versuche gibt es beliebig viele!
Ohne Hintergedanken oder dem Drang, mich bei dem Einen oder der Anderen einschleimen zu wollen, gebe ich frank und frei zu: Diese Premiere eines durchweg geilen Sportjahres verdanke ich zum Großteil Eurem Support!
Und da ich schon so ernsthaft daherschwafel, will ich auch noch etwas los werden, was mir ebenfalls sehr am Herzen liegt:
Mir macht das Schreiben hier im TSF einen Höllenspaß und ich habe die letzten Wochen gemerkt, dass es schleichend wie eine Sucht geworden ist.
Nicht dass ich den Drang verspüre, mich zu allen möglichen Themen äussern zu müssen.
Aber einige, wenige Themen wurden mir fast genau so wichtig wie die eigentlich entscheidenden Dinge in meinem Leben.
Ich habe es darauf zurück geführt, dass ich ein einziges Mal in diesem Jahr wirklich auf den Tag genau fit sein wollte.
Und dies ist mir gelungen!
Nur habe ich festgestellt, dass meine Planung Sekunden vor 17 Uhr beendet war.
Was kommt nun?
Meinen inneren Kampf hat der Eine oder die Andere hier ja fast körperlich gespürt.
Nun sind die Würfel gefallen,ich habe eben den Kona-Slot bestätigt und werde meinen kompletten Fokus auf diese eine Rennen legen.
Kein Schnickschnack davor und danach - hopp oder topp.
Und ich spüre, dass ich nach 12 Monaten der Fokussierung absolut ausgebrannt bin - körperlich als auch mental.
Ein ernsthaftes Zeichen war zum Beispiel, dass ich gleich nach unserer Heimkehr zum Zahndoc bin und der mir gleich erst mal einen Schneidezahn entfernen mußte, zwei weiter werden folgen - Ursache des Dilemmas ist sicher zu einem Großteil der Leistungssport.
Aber kein Grund, da etwas zu ändern, ich bleibe am Ball!
Allerding - das Letzte, was ich jetzt möchte, ist, dass meine kleine Familie nun ausbaden muß, dass Papa im Arsch ist.
Auch habe ich diese Woche meine beruflichen Pläne für die kommenden zwei Monate aufgestellt - es geht wieder rund zwischen Belgien, Stuttgart, Budapest bis Shanghai.
Also habe ich für mich beschlossen, dass ich mich für eine Weile in den Ruhemodus begebe und das Sprachrohr vorübergehend zur Seite stelle, immer wieder einmal bei den laufenden Rennen Euren hoffentlich superheiß geführten Diskussion folgen werde und mich daran erfreue, wie viele Verrückte es zwischen Flensburg-London und Klagenfurt noch gibt und mir immer wieder auf's Neue zeigt - ich bin nicht allein!
Also denn, haut rein und wir sehen uns in der neuen Saison - dann elanvoller und motivierter denn je, dagegen war 2014 eine Bunny-Stripparty ohne Poledance-Ladies oder eine Tupperwareparty ohne Eierlikör und Piccolöchen!
Sport Frei!
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