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Alt 20.08.2014, 10:29   #2715
bellamartha
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Mit der Vespa über die Alpen... (Teil 5)

Von Moneglia aus fahren wir sehr schön durchs Hinterland über wunderschöne kleine Straßen und es ist klar, dass wir nur eine sehr kurze Strecke fahren werden und irgendwo in den Cinque Terre unterkommen wollen.
Wir entscheiden uns dann aber während einer Pause und nach dem Studium des Reiseführers, doch lieber in Levanto Quartier zu beziehen, das als netter Ort unmittelbar an der Grenze zum Nationalpark Cinque Terre beschrieben wird und ein etwas niedrigeres Preisniveau hat und außerdem deutlich mehr normales Alltagsleben als die extrem vom Tourismus geprägten Dörfer der Cinque Terre.
Dummerweise buchen wir während der Pause telefonisch zwei Plätze in der dortigen Jugendherberge, weil wir befürchten, dass alles andere zu teuer ist.
Es gefällt uns so gut in Levanto, dass wir beschließen, dort ein paar Nächte zu verbringen und so suchen wir uns gleich nach der Ankunft eine neue Unterkunft für die Tage danach und ich ärgere mich, dass wir für nur 10 € weniger eine Nacht in der Jugendherberge verbringen müssen, die nicht besonders doll ist und mal wieder mit einem grauenhaften Frühstück aufwartet (was in einer italienischen Herberge ja auch nicht anders zu erwarten ist, die Italiener haben ja eh keine Ahnung vom Frühstücken...).
Wir erreichen Levanto schon am frühen Nachmittag und hängen ein wenig in der Stadt herum und am Strand, weil die Jugendherbergs-Rezeption erst am späten Nachmittag wieder öffnet.
Ich erspähe ein schönes Schwimmbecken direkt am Strand und wir erfahren, dass es zu dem Strandbad dazu gehört und ich ringe Björn einen Strandtag in den nächsten Tagen ab, weil ich Bock auf in der Sonne liegen und schwimmen im Pool habe.

An der zentralen Piazza im Ort sind einige Cafés und vor einem davon erspähe ich meine beiden Motorrad-Favoriten auf einen Streich: Eine KTM 1190 Adventure und die Ducati Multistrada. Ein drittes Motorrad, das dabei steht, ist eine alte Ducati Monster. Wir quatschen die Fahrer der Motorräder an, die da einen Kaffee trinken und sie laden uns ein, uns zu ihnen zu setzen. Es sind sehr nette Österreicher und wir quasseln ausgesprochen nett über eine Stunde mit ihnen und können sie zu den von mir begehrten Motorrädern löchern. Sie haben viel Ahnung von Motorrädern und es macht viel Spaß mit ihnen zu sprechen. Dummerweise denke ich erst hinterher daran, dass ich sie ja mal hätte fragen können, ob ich mal hinten drauf mitfahren darf. Die waren so nett, die hätten bestimmt eine Runde mit mir gedreht. Jedenfalls bestehen sie noch darauf, unsere Getränke zu bezahlen und loben meine Vespa für ihre Tapferkeit.

Am Strand genießen wir dann noch einen schönen Sonnenuntergang und ich bin sehr zufrieden mit dem Tag und freue mich auf ein paar schöne Tage in Levanto.

Am Abend gehen wir ins Bett, als die italienischen Gäste der Jugendherberge sich zum Essen ins Städtchen begeben. Naja, wir sind halt Frühaufsteher. Das Zimmer teilen zwei Schweizer Jungs mit uns, die ich mit ihrem Schweizerdeutsch viel weniger verstehe als die Italiener - und das, obwohl ich kein Italienisch spreche! Aber da verstehe ich wenigstens einige Wörter und einfache Sätze. Beim Schweizerdeutsch verstehe ich kein einziges Wort. Die beiden sind nervig aufgekratzt und ich bin froh, dass wir für die nächsten Nächte ein sehr hübsches Zimmer auf einem Campingplatz buchen konnten, unten im Wohnhaus der Platzbetreiber.
Der andere Mitschläfer in der Jugendherberge ist ein Italiener, der offenbar wandernd unterwegs ist, dabei aber mit extrem schmalem Gepäck und ich denke wieder einmal daran, wie geisteskrank viel Gepäck ich auf meiner Alpenüberquerung mit mir geschleppt habe und nehme mir erneut vor, bei der nächsten Wanderung nur das nötigste mitzunehmen.
Auch auf dieser Reise habe ich zuviel mit, obwohl ich doch eigentlich schon echt wenig mit habe. Ich hatte mich von Björn anstecken lassen, der drei lange Hosen mit hatte. Ich hatte eine dünne lange Hose für abends in Italien mit, meine geliebte Tarnfarbenhose für die Vespa, wenn's kühl ist und habe dann eben noch eine hübsche Jeans mitgenommen, die ich auf der Reise genau einmal an hatte. Auch hätte ich einige Oberteile weniger mitnehmen können und die Ballerinas da lassen können.

Bild 1:
Björn, der Bettenbau-Meister... Früher, auf Reisen mit der Fußballmannschaft, hat er stets den Preis für das am besten bezogene Bett gewonnen. Das knubbelige drüber ist mein Bett.

Bild 2:
Objekte meiner Begierde: Links die KTM, rechts die Ducati. Leider geil (und leider zu teuer).

Bild 3:
Was würde Stiftung Warentest wohl zu diesem Kindersitz Modell sagen, das in Italien offenbar das gebräuchlichste ist, denn ich sah es überall?

Bild 4:
Ich liebe italienisches Strandleben mit Kindern, die mit unglaublicher Ausdauer auf Krebsjagd gehen!

Bild 5:
In Levanto hat's an der Strandpromenade einige sehr hübsche Häuser.
Angehängte Grafiken
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