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Alt 31.07.2014, 00:18   #1455
schnodo
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Registriert seit: 28.10.2011
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Zitat:
Zitat von qbz Beitrag anzeigen
Wen meinst Du konkret mit diejenigen, die "ansonsten am lautesten schreien"? Die Protestierer in Stuttgart? Oder jemand, der die Ansicht vertritt, dass Arbeitslosigkeit und Armut Nährboden für politischen und religiösen Fanatismus und Kriege darstellen.

Apropos "Maul nicht aufkriegen":

Es gibt linke Zeitungen, die haben schon ab Sommer 2013 von Massakern der ISIS und Morde in Syrien berichtet, z.B. hier in diesem Bericht:

Eine perverse Form des Islam

und im Dezember 2013 über die Aussetzung der USA-Waffenlieferungen an die syrischen Aufständischen, weil die Waffenlager von der ISIS erobert wurden.
"Islamische Front" erobert Hauptquartier der »Freien Syrischen Armee« und plündert deren Waffenlager.

Wer wollte, konnte sich informieren u. auch protestieren: Atheisten, Christen, Moslems u.a. gemeinsam.

Ich kritisierte ja nur, dass Du deinen Protest gegen die ISIS-Massaker nutzt als Polemik gegen vermeintlich andere, die sich angeblich vom Islam überrollen lassen :-) .
Wir haben grundsätzlich verschiedene Auffassungen. Ich glaube, Du verwechselst Ursache und Wirkung. Arbeitslosigkeit, Armut und Kriege sind in meinen Augen nicht die Ursachen sondern die Folgen von Fanatismus. Wenn sich die Wahnsinnigen im Nahen Osten nicht dauernd umbrächten um zu sehen wem Allah mehr zur Seite steht, gäbe es dort im Hinblick auf die Bodenschätze einige der reichsten Staaten der Welt. Gerade Deutschland scheint mir ein gutes Beispiel dafür zu sein, dass Fanatismus nicht die zwingende Folge von Armut ist. Ich rede hier von der Gesellschaft und deren Entwicklung als Ganzes nach dem Krieg bis heute.
Ein paar gewaltverliebte und ideologisch besessene Idioten gibt es überall aber solange die nicht den gesellschaftlichen Konsens bestimmen, kann eine Gemeinschaft trotzdem prosperieren.

Du fragst, von wem ich konkret rede. Wenn Alice Schwarzer sich mal die Richtigen vornehmen wollte, dann würde sie auf einer Iranreise den Chauvinismus beklagen. Klar tut sie das nicht, wäre auch nicht clever. Aber zumindest zuhause könnte sie mal offensiv eine Lanze brechen für ihre Geschlechtsgenossinnen in vielen arabischen Ländern, für die es vermutlich ein großes Glück wäre, ihre Probleme gegen die der deutschen Frauen einzutauschen. Aber ich vergaß, sie ist ja mit ihren Steuerangelegenheiten beschäftigt...

Eigentlich meine alle, die immer viel zu sagen haben und alles besser wissen wenn es nichts zu riskieren gibt. Ich meine diejenigen, die Zugeständnisse zugunsten vorgeblich Benachteiligter einklagen, wollen, die fordern, dass wir für die Armen dieser Welt Geld in die Entwicklungshilfe stecken (China bis vor ein paar Jahren! WTF!), die auf Gleichstellung drängen, auf Respekt vor anderen Kulturen, und insbesondere Respekt für sich selbst als Mitglied einer Minorität.
Besonders exponiert sehe ich da aktive Mitglieder der Schwulenbewegung, Frauenrechtlerinnen, sämtliche Kirchenvertreter und jeden, der behauptet, der Islam sei eine Religion des Friedens.
Wenn sich diese Stimmen gemeinsam erhöben, dann könnte ich meinen Mund halten.

Was die Stuttgarter angeht, der Bahnhof war ja nicht erst seit den Demos beschlossene Sache, das Ding hätte man auch 5 Jahre früher prinzipiell in Frage stellen können. Und wer den Kostenversprechungen irgendeines Politikers glaubt... Naja, ich mag die Schwaben, deswegen verkneife ich mir alles Weitere...
Mir sind die Stuttgarter nur eingefallen weil der Schwabe es sonst eher bodenständig liebt und nicht dafür bekannt ist, gegen die Staatsmacht aufzubegehren, dies dort aber mit großem Nachdruck und unter trotz der Gefährdung der eigenen Gesundheit getan und damit faktisch die Landesregierung gestürzt hat.
Etwas von dieser Leidenschaft, die sich beim Stuttgarter Hauptbahnhof manifestiert hat, würde ich mir generell bei der Verteidigung unserer Grundrechte wünschen.

PS: Von der AG Friendensforschung hatte ich vorher noch nie etwas gehört und bin da vermutlich nicht alleine. Generell enthält der Artikel aber für den Interessierten nichts Neues und ist nicht überraschend - warum sollte der arabische Frühling in Syrien anders laufen?
Genau das aber ist mein Punkt: Es juckt offensichtlich keine Sau und irgendwann reiben wir uns verwundert die Augen, wo auf einmal die ganzen radikalen Irren herkommen.
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