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Zitat von staen
Hallo Hafu,
nach durchlesen des ganzen Themas von vorne bis hinten + Verständnis für alle Argumente hätte ich noch eine Frage:
Gibt es denn im Verband Überlegungen, dass die Startpassinhaber bei nichtgenehmigten Rennen starten dürfen, wenn sie selbst eine Abgabe zusätzlich direkt an den Verband abführen würden?
Szenario: Ich stelle mir vor, dass ich eine Saisonplanung mache und mir eine nichtgenehmigte Veranstaltung einfach terminlich gut reinpassen würde (z.B. eben der Tegernsee, da geografische Nähe etc.). Bisher müsste ich aus Verbandssicht als Startpassinhaber auf diese Veranstaltung verzichten, obwohl sie mir ja evtl. etwas für mein Training z.B. für eine spätere LD etwas nützen würde. Weil eine Sperre im Raum steht sollen die Atlethen ggf. daheim bleiben. Das kann ja nicht im sportfördernden Verbandssinn sein? Stattdessen könnte der Verband doch eine Extragebühr direkt erheben, damit wäre die "wilde" Veranstaltung teurer als die genehmigte, Versicherungsthema wäre regelbar, der Verband hätte Geld für die Nachwuchsförderung etc. und der Sportler könnte seinen Sport ausüben.
Wäre das nicht eine denkbare Alternative zu "sperren" und "verbieten"? Ein Limit von z.B. 2 derartigen Genehmigungen pro Jahr wäre ja denkbar, damit die Leute nicht total wild durch die Gegend düsen.
Besten Gruß + Danke für deine Antwort (und die bisherigen fachlich sehr wertvollen Beiträge!),
Wolfgang
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Nein, Wolfgang.
Die Überlegungen gibt es nicht.
Die Startpassbesitzer haben ja ohnehin schon alle Versicherungsgebühren inklusive DTU- und Verbandsbeitrag für 12 Monate beglichen. Von diesen Teilnehmern nun eine Extra-Gebühr zu verlangen, die eigentlich der Veranstalter bzw. die Starter ohne Startpass zahlen müssten, wäre nicht logisch.
Starter ohne Startpass würden ja dann nichts zahlen und wenn man das akzeptiert, würde sich der Veranstalter einen unfairen Vorteil gegenüber abgabenehrlichen Veranstaltern am Schliersee, in München, Karlsfeld, am Chiemsee und in Bad Tölz verschaffen und könnte entweder seinen Wettkampf wesentlich billiger anbieten oder pro Starter einen wesentlich höheren Profit einstreichen.
Wenn du 2015 am Tegernsee starten willst, schreib einfach dem Organisator, dass er sich mit dem Verband einigen möge und du anderenfalls auf einen Start verzichten wirst. Ist 'ne einfache Rechnung: wenn die Gefahr für den Organisator besteht, dass im kommenden Jahr nur 50 Starter (oder mehr) wegen dieses aus unserer Sicht komplett überflüssigen und zeitraubenden Streits weniger in Tegernsee sich melden, sind die wirtschaftlichen Einbußen für den Veranstalter schon höher als die Verbandsabgaben.
Da Zahlen für einen kommerziellen Veranstalter immer wichtiger sein werden als Argumente wie Solidarität, Gemeinwohl, Nachwuchs, Sportförderung etc. wird er sich bei solchen Rahmenbedingungen für die reguläre Variante mit den Abgaben entscheiden, egal wie reserviert er auch sonst dem Verband gegenübersteht.