Zitat:
Zitat von huegenbegger
Ich will hier auch gar nicht missionieren, mich nerven aber die Nomenklatur und die Vorurteile rund um den Cannabiskonsum.
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OK, angekommen.
Aber:
Zitat:
Zitat von huegenbegger
nein, es wird aber vielfach (und nicht nur hier) behauptet Cannabis löse sie aus, in dem Sinne als daß Cannabis dafür verantwortlich sei.
Und eben dem ist nicht so, es bringt sie "lediglich" zum Vorschein.
Vorhanden war sie schon vorher.
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... das ist für die Betroffenen im Zweifel völlig unerheblich. Wenn die Psychose dann ausgebrochen ist, ist sie da und verschwindet auch oft genug nicht einfach mit Einstellen des Cannabiskonsums.
Viele Menschen wissen eben nichts von ihrem womöglich erhöhten Risiko, an einer Psychose zu erkranken (z.B. die, wo nicht schon x Familienmitglieder erkrankt sind) und dann ist Cannabiskonsum eben sehr wohl eine weitere Erhöhung des Risikos, zumal - wie unser Oberarzt erst gestern noch in der Angehörigengruppe erläuterte - heutzutage, wo das Einstiegsalter oft bei 11-13 Jahren liegt, wo das Gehirn noch in der Entwicklung ist und ein Eingriff in das körpereigene Cannabinoid-System gravierendere Folgen hat als bei Erwachsenen mit einem ausgereiften Gehirn.
Naja, ich höre jetzt auch auf zu missionieren. Mir soll's eh recht sein, was würde ich denn arbeiten, wenn's keine Abhängigen mehr gäbe...?
Gruß
J.