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Szenekenner
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Das Fastenprojekt - Tag 2
Guten Abend!
Puh, nachdem der zweite Fastentag eigentlich recht entspannt und wenig hungrig begann, bin ich jetzt gerade doch wieder ordentlich hungrig. Und genehmige mir deshalb die extra aufgesparten 100 ml Birnensaft mit Wasser. Danach bleiben mir neben Tee, Tee, Tee und Wasser noch 150 ml Gemüsebrühe, die ich mir von heute Mittag aufgespart habe. Ehrgeizig wie ich bin, will ich mit den 300 ml Gemüsebrühe auskommen, bringe dem Liebsten aber gleich noch mal eine zweite 300 ml Portion mit, der geht schließlich arbeiten und er hat wohl ordentlich Hunger.
Heute Vormittag war ich sogar auf'm Wochenmarkt, um neues Gemüse für den nächsten Topf Gemüsebrühe zu kaufen, den ich spätestens übermorgen kochen muss. Das war ein komisches Gefühl, über den Markt zu gehen. Alle Sinne waren geschärft und auf's Futter ausgerichtet. Vor allem olfaktorische Reize sind krass, also z.B. der Duft der genialen Waffeln, die sie dort frisch backen und bei dem mir sofort in den Sinn kam, dass meine Kollegin S. sie oft für uns mitbringt. Oder die Erbsensuppe, die sie da kochen, die ich gar nicht essen würde, weil sie nicht vegetarisch ist, aber sie riecht so lecker.
Bei meinem Käse-Verkäufer Uwe bin ich ohne einen Blick zu werfen vorbei gegangen, um mich nicht zu quälen.
Nur rasch zu Claudias Biostand und Sellerie, Champignons, Kräuter, Petersilenwurzel und Blumenkohl gekauft. Kartoffeln, Staudensellerie, Kohlrabi, Lauch und Zwiebeln habe ich noch.
Nach dem Markt bin ich noch kurz zum schönen, rumänischen Schumacher hinein, konnte seine Flirtereien aber nicht lange genießen, denn dann kam ein weiterer weiblicher Fan von ihm rein, ca. 70 Jahre alt, und brachte ihm frisches Gebäck von meinem bevorzugten Bio-Bäcker. Aaahhh! Nix wie raus hier! Überall Essen!
Mal sehen, was der Abend noch so bringt, aber aktuell finde ich Tag 2 viel weniger heftig, als ich es mir vorgestellt habe. Ich hoffe, dass der morgige schon der Schlimmste wird und es danach bergauf geht. Inga allerdings meinte, dass bei ihr meist der vierte Tag der schwerste sei. (Der Schwerste? Oder der schwerste? Ich weiß das nie, kann mir das mal jemand sagen?)
Der Rücken ist heiter bis wolkig. War morgens ca. eine Stunde auf, dann am Mittag noch mal ne Stunde für den Einkauf und eben auch noch mal eine Stunde und habe Papiere sortiert, um wenigstens mal ein bisschen was vernünftiges zu machen. Nach einer Weile ist da ein dumpfes, stark "drückendes" Gefühl im Lendenwirbelbereich und ich befürchte, dass es ohne das starke Medikament doch ordentlich weh tun würde. Naja, das Ibuprofen ist immerhin schon mal abgesetzt, das ist ja auch schon mal was.
Jetzt packe ich gleich mal Tee, Saft und Gemüsebrühe für morgen für den Liebsten ein und begebe mich zu ihm. Mit der Vespa brauche ich ja nicht länger als 15 Minuten zu ihm und lege mich dann dort wieder ins Bett.
Morgen Nachmittag wird mein Auto angemeldet, ich habe mir nämlich nach mehr als sieben Jahren ohne Auto wieder eines zugelegt. Es ist der alte Corsa von Björns Mutter und ich habe ihn "Günni" genannt.
Ich weiß gar nicht, ob es eine gute Idee ist, wieder ein Auto zu haben, aber ich habe es spontan gemacht, um z.B. im Frühjahr zeitig im Baggerloch schwimmen gehen zu können. Wenn man da nämlich so durchgefroren heraus kommt, ist es echt ätzend, auf die Vespa steigen zu müssen.
Wenn's doch doof oder zu teuer ist, verkaufe ich ihn einfach wieder. Jetzt aber freue ich mich erst mal auf Günni und auf ein bisschen mehr Mobilität jenseits der Vespa. Dann kann ich mich auch mal abends hübsch machen und tanzen gehen. So bin ich immer mit Helmfrisur und dicken Sachen unterwegs.
Ach so, Gewicht von heute Morgen: 64,7 kg. Schade, dass nicht heute die Wiegung ist. Ähm, die Wägung heißt das ja, wie mir mal ein Forumsmitglied erläuterte.
Ich wünsch' euch einen schönen Abend, drückt mir bitte die Daumen, dass der morgige dritte Fastentag gut klappt!
Viele Grüße
J.
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