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Alt 10.06.2008, 00:32   #144
sybenwurz
triathlon-szene.de Autor
 
Benutzerbild von sybenwurz
 
Registriert seit: 06.01.2007
Ort: Puy la Clavette
Beiträge: 38.728
Nachdem ich mich heute gekonnt um jegliche Aktivitäten ausser Arbeiten gedrückt habe und noch am Überlegen bin, später mal wieder nen kleinen Nightride zu veranstalten, verlier ich vielleicht grad mal wieder n paar Worte über mein derzeitiges Lieblingsrad...
Dieses hab ich nämlich übers wochenende nem kleinen Härtetest unterzogen.
Obwohl mir klar war, wo es hingehen würde, hab ich bewusst die Rennradreifen draufgelassen und mir gedacht, diese Sitzerei da jetzt einfach mal auszuprobieren.
Nen ganz anderen, ungewollten Test gabs dann Samstag nachmittag.
Die Kiste hatte am Wochenende gerademal n paar hundert Meter zum Bäcker und zurück runter (also am Wochenende, mittlerweile sind da schon n paar Kilometer insgesamt drauf) und ne handvoll Meter zum Kiosk vom Zeltplatz, als zwo halbwüchsige Schnepfen das mitm Pedal an ne Treppe gelehnte Bike erstmal sang- und klanglos umgestossen haben.
Meine Kleine stand daneben und guckte mich ungläubig an, immerhin froh, dasses sie nur um ein paar Zentimeter verfehlt hat, aber beim Aufheben ging mir das verschrammte Lenkerband ab und auch am Ergopower war nix zu sehen;- das Ding musste also mit ner anderen Stelle aufgedotzt sein.
Genau: mitm Oberrohr. Vier Tage alt und schon ne Beule.
Herzlichen Glückwunsch an die zwo dummen Schnepfen, die noch blöd gelacht haben.
Jedenfalls, bis ich ihnen gesteckt hab, das sie normalweise jetzt ne ordentliche Latte Kohle am Bein hätten und ich n paar Zahlen dazu in den Mund genommen hab.
Manchmal denke ich, ich bin viel zu gut für diese Welt.
Nachdem ich Stunden später draufgekommen bin, dass sie sich nichtmal entschuldigt haben, hats mir schon ein wenig gestunken, dass ich ihnen bzw. ihren Eltern nicht gleich ne Rechnung aufn Bierdeckel notiert hab und die Bankverbindung dazu.
Najagut, so gings also los.
Später sind wir mit den Lütten noma auf die Walz und da das immer etwas slowly ist, hatte ich Zeit, rechts und links des Weges ein wenig mitm Bike im Dickicht zu stochern.
Ich war eigentlich hundertpro sicher, dass ich zu Fuss nach Hause gehen würde, weil der hintere Reifen eh schon nen Schnitt hatte (den Satz hat mir ein Kunde überlassen, der die wegen genau diesem Schnitt nimmer, und vorne und hinten aber gleich haben wollte) und der Schlauch da ein wenig rausquillt, wenn die Puschen mit 6bar beaufschlagt werden (mehr hab ich mich dann aber auch nicht getraut...), aber nix da. Das Ding hält scheinbar so sicher wie Fort Knox.
Immerhin gibts nu wirklich nen Grund, nein, eigentlich zwei, den Lenker zu tauschen. Erstens bin ich auf ner Brücke vom ziemlich hohen Gehsteig gehupft, wobei es da ein derart ätzendes Geräusch gab, dass ich mich schon auf nen uneleganten Abstieg mit nem separierten Lenkerende in der Hand gefasst machte, wonach ich bei genauerer Untersuchung Risse in axialer Richtung sowohl rechts als auch links vom Vorbau gefunden hab, und zwotens müssen unbedingt Zusatzbremshebel hin.
Das ginge natürlich auch ohne Lenkertausch, aber ich bin wirklich heiss drauf, das Ding mal an der Stelle mit den Rissen durchzusägen.
Was mich fasziniert, ist nämlich, dass dies ein etwas älterer, wenngleich selten und wenig gefahrener Lenker ist, dessen Rohr eigentlich nen durchgehenden Durchmesser hat und wo in der Mitte im Bereich der Vorbauklemmung ein etwas dickeres Rohr drübergeschrumpft ist. Ich finde das aus mehreren Gründen ne gute Sache, wenngleich ich nicht sicher bin, dass das ne harmonische Geschichte in Sachen Kräfteverlauf ist, aber wenn das äussere Rohr schon Risse kriegt, bin ich natürlich gespannt wie ein Flitzebogen darauf, wie erst das innere Rohr aussehen wird.
Natürlich hab ich mir den teuren ITM-Lenker verboten und bin nun auf der Suche nach nem Rohr ausm Low-Budget-Bereich.
3ttt böte sich an, aber da sind unmöglich Zeichnungen mit den massen aufzutreiben, weil die das komplette Programm unmgestellt haben, Ritchey fällt aus, weils nur eine Rille und damit keine für meine Schaltzüge gibt und viele andere Lenker, die aus der selben Presse aber nur mit nem anderen Namen fallen, haben das gleiche Problem, wenngleich sie noch ne Preisklasse darunter liegen.
Nu macht sich natürlich Ratlosigkeit breit, denn ich will das Bike ja derweil weiternutzen, aber auch nicht ewig mit nem kaputten Lenker rumgurken, denn das händicapt schon gewaltig.
Die Schaltung, die mit 9fach-Klamotten 8 Ritzel bedienen soll ebenso und wegen dem Gepäckträger iss auch noch alles offen.
Immerhin bin ich dieser Tage zu nem Vorderrad mit Nabendynamo gekommen;- natürlich nicht gerade ein SON, aber nu auch nicht der billigste von dem japanesischen Angelgerätehersteller und das stellt sich natürlich die Frage, ob ich nicht einfach ne ZAC2000-Felge für hinten dazuverarbeite, statt die atombombensichere, wenngleich steinalte und schwarz angepinselte DP18 mit ner neuen Nabe zu versehen.
Ausserdem steht natürlich noch n Satz Ultegranaben, die von Rigida-Flyer-Felgen umringelt sind, rum und die Schaltbarkeit vonner Shimano-9fach-Kassette da drauf kann mit dem Setup eigentlich kaum schlechter sein als Campi 8fach.
Hmhmhm...
Schutzbleche wären das nächste Thema, aber dazu müsste ich mich erstmal auf Reifen festlegen.
Mein tiefes Vertrauen in Rennradreifen endet zwangsweise am hohen Luftdruck, den die Pneus brauchen und den Lastspitzen, die sie ungerührt so an den Rest des Fuhrwerks weitergeben.
Mir geht es dabei natürlich nicht um mich, und wenn, würde ich es niemals zugeben, aber ich kenne zerrüttete Schraubverbindungen aus anderen bereichen zur Genüge und kann am Fahrrad gut darauf verzichten. Wie überall anders auch.
Zufällig hätte ich noch nen Satz Nokian Rollspeed TS mit 28er Breite greifbar, da frag ich mich aber halt direkt, wieso nicht gleich 32mm und für den Fall, dasses mal etwas grobstolliger werden soll, die Stoppelreifen in der gleichen Breite.
Fakt iss natürlich: Reise und Trekking findet nicht auf 28mm Breite statt und wenn die bepackte Fuhre über ne Kante rumpelt, geht den Puschen die Puste aus, da kann man rumbalancieren und zinnobern wie man will.
Die Karre soll ja angeblich sogar 37er Gummis verkraften;- die Frage iss halt, wie es mit passenden Schutzblechen dazu aussieht und ich befürchte mal, nicht allzu gut.
Mal in Gänze davon abgesehen, dass ich damit irgendwann die 40km auffe Awweit in unwesentlich mehr als ner Stunde zurücklegen will und das mit so fetten Reifen n ziemlicher Tanz werden dürfte und mit dünnen Puschen unter dicken Schutzblechen einfach nur schice aussehen wird.
Freilich kann es das auch, wenn ich damit an allen und besonders denen mit den heissen Rennern vorbeifliege, aber irgendwie fährt das Auge halt auch mit.
Alles nedd so einfach...
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Erinnerst du dich an die Zeit vorm Internet, als wir dachten, die Ursache für Dummheit wäre der fehlende Zugang zu Informationen? DAS war es jedenfalls nicht!
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