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triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum - Einzelnen Beitrag anzeigen - Mz3athlon am 13.09.2020 in Steinheim
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 14.09.2020, 23:03   #8
PowerSeb
Szenekenner
 
Registriert seit: 28.09.2015
Beiträge: 55
Das klingt ja schon fast nach Ergebnislisten-Stalking.

Ja wie bereits angesprochen hatte ich wirklich einen Sahnetag. Wenn's dich und andere vielleicht interessiert, dann versuche ich mich mal an einem "kurzen?" Rennbericht über den Mz3athlon am vergangenen Sonntag:
(Einzelstartmodus: 250m Schwimmen, 18km Rad, 5,5km Laufen)

Die Startzeit hatte ich mit 10 Uhr so gewählt, dass ich mir erhofft hatte, Mitte September nicht gleich fröstelnd in den Wettkampf starten zu müssen. Dieser Plan ging schon mal voll auf, es war sogar deutlich wärmer als erwartet. Der kleine Zubringer zur 50m-Bahn war am Ende mit einer schönen Boje garniert, der ich dann gleich mal mit dem rechten Arm eine mitgegeben habe. Danach ging's auf die restlichen 250m Schwimmen, bei denen ich nach gefühlt 50m schon überzogen hatte. Nach der ersten Bahn musste ich dann also ein wenig rausnehmen und habe versucht solide zu Ende zu schwimmen. Dabei kam dann eine Pace von ca. 1:30 pro 100m zustande, was für meine schwächste Disziplin mehr als zufriedenstellend war.

Danach ging's dann weiter mit meiner Paradedisziplin. Nein, nein..ich meine nicht das Radfahren, sondern den Wechsel. Da hatte ich am vergangenen Sonntag sowohl in T1 und T2 die schnellste Zeit und konnte auf meine Mitstreiter im Kampf um das Podest die entscheidenden Sekunden rausholen. Also - die 4. Disziplin will auch geübt sein und es lohnt sich gerade bei den kürzeren Distanzen umso mehr.

Die vorwiegend über Feldwege verlaufende 18km lange Radstrecke nahm ich dann auf meinem Zeitfahrrad in Angriff. Um mir den Druck zu nehmen, war ich an diesem Tag ohne jegliche Uhren und Messgeräte am Start und so lautete das Motto für's Radfahren: 30 Minuten einfach Vollgas. Auf der Radstrecke konnte ich dann auch noch einen mir bekannten (und durchaus talentierten) Athleten überholen, was mir Gewissheit und Selbstvertrauen hinsichtlich der Radperformance gab.

Nach einem schnellen zweiten Wechsel ging's dann mit den Wunderlaufschuhen namens Nike Next Percent auf die Laufstrecke. Diese waren für den doch recht winkligen Kurs, der teils auch über Rindenmulch führte nicht gerade ideal, aber der Placebo-Effekt ist bei mir einfach zu groß, als dass ich auf den Schuh in einem Wettkampf verzichten könnte.
Da ich beim Radfahren doch schon einige Körner gelassen hatte, ging es beim Laufen nur noch darum, mich von Runde zu Runde durchzukämpfen. Der kleine Anstieg den man 3x zu bezwingen hatte, machte dies nicht gerade einfacher und führte zu insgesamt ca. 85hm auf den 5,5km. Den gelaufenen 3:34er Schnitt nahm ich bei dieser anspruchsvollen Strecke mit Kusshand. Langsamer hätte ich aber auch nicht sein dürfen, denn letztendlich rettete ich mich mit 10 Sekunden Vorsprung auf Platz 3 ins Ziel.

Der Mz3athlon in Corona-Zeiten war für mich (und die anderen Teilnehmer sicher auch) ein kleiner Schritt zurück zu einer neuen Normalität. Nicht der Triathlon wie man ihn sonst kennt, aber für mich trotzdem ein besonderes Erlebnis in einem besonderen Jahr. Und egal wie der Wettkampf nächstes Jahr aussehen wird, ich kann euch empfehlen, dort mal einen Abstecher hin zu machen.

Sebastian
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