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Alt 29.07.2013, 11:58   #311
Duafüxin
Szenekenner
 
Registriert seit: 01.06.2007
Beiträge: 7.066
Montag: Nach der ausgefallenen Laufeinheit am Sonntag bin ich nun morgens zur Arbeit gejoggt. Normalerweise sind es 12,4 km. Nun waren es mal etwas mehr, weil ein ausgesetzter oder entlaufener Hund meinen Weg, nicht nur meinen, sondern auch den mehrerer Autofahrer, kreuzte. Eine Radfahrerin rief die Polizei, während ich versuchte dem Hund hinterher zulaufen. Zum Glück fand ich einen Gürtel, da der Hund kein Halsband hatte. Ich lief und lief, recht erfolg los. Er blieb nicht stehen, reagierte nicht auf Rufe, immerhin hielt er sich nun der Strasse fern und bog in die Masch ab.
Ich konnte dann meinen Weg Richtung Arbeit fortsetzen.
Nachmittags war dann schon schöne Wärme. Ich lief in praller Sonne am Kanal und durch die Kleingärten zurück. Leider fing da mein linker Fuß an rum zu zicken. Sonst war an der Innenseite der Ferse nur Morgens nach dem Aufstehen son leichtes Ziehen, welches sich nach ein paar Schritten wieder verflüchtigte. Nun wurde dieses Ziehen beim Laufen immer nervender.
Sonst lief alles gut bei über 30°C in der Sonne 20 km in 5:15 min/km.

Dienstag war mal nix, weil ich son komisches Zahngefühl hatte, keine Schmerzen oder so, einfach nur komisch. Da wir bald auf Urlaub fahren und ich nicht am letzten Arbeitstag mit Zahnschmerzen rum sitzen wollte, besuchte ich also meinen Lieblingszahnarzt, der auch gleich wieder die Hände über den Kopf zusammen schlug. Immerhin hab ich mir so eine Wurzelbehandlung erspart, die bald hätte kommen müssen, wenn ich länger gewartet hätte.

Mittwoch kam dann sehr kurzfristig der Termin bei meinem Osteopathen. Auf dem Weg von der Arbeit zu ihm hab ich noch versucht eine KA-Einheit unterzubringen und bin recht dicke Gänge gefahren bis die Knie geschrien haben, aber die hatten dann ja auch 48 h sportfrei.

Freitag um 18:00 Uhr war die sportfreie Zeit vorbei, aber die Luft war nicht so als das ich mich hätte draussen bewegen wollen.

Samstag morgen ging es dann um kurz nach 6:00 Uhr los. 6 Std Rad sollten es werden. Draussen war sowas wie Waschküche, passend zu dem Buch das ich grad lese (Moskitoküste von Paul Theroux). Eine ähnliche Runde wie letzte Woche (5 Std) schwebte mir vor. Am Anfang schön flach am Kanal und als Goodie die Süntel-Deister-Kombination. Nach 1:45 Std hatte ich dann aber die schlaue Idee, dass ich ja heute komplett flach machen könnte. 3 Std in die eine Richtung und 3 Std wieder zurück mit dem kleinen Anreiz auf dem Rückweg schneller zu sein als auf dem Hinweg. Um das ganze spannender zu machen, merkte ich mir die Schiffsnamen der mir entgegen kommenden Schiffe, schätzte die Geschwindigkeit (zwischen 12 und 15 kmh) und versuchte dann auszurechnen, ob ich die auf meinem Rückweg noch einholen könnte. Nur ein echter Treidelpfad machte meine Geschwindigkeitsrechnungen zunichte. Schlamm, Wurzeln, Steine bremsten mich etwas aus. Aber das konnte ja auch als Herausforderung gesehen werden, mußte ich halt zum Ende hin so was eine Endbeschleunigung einbauen. Inzwischen brannte die Sonne ganz gut vom Himmel und immer nur gerade aus fahren ist echt öde, auch wenn auf der einen Seite Wasser ist und auf der anderen Felder und Wald. Aber irgendwann muss ich ja mal dieses dauernde Getrete üben, kein Frequenzwechsel, keine noch so kleine Erhebung (OK, zweimal mußte ich über eine Brücke). Nach 4:30 Std taten dann mein Po und meine Handgelenke etwas weh, nach 5:00 wurden meine Beine etwas unwillig, aber ich hatte ja meine Mission: Gerda, Weser, Leopard und Rheingold mußten noch eingefangen werden. Die ersten drei hab ich noch gekriegt, die Rheingold hatte ein paar Meter Vorsprung. Mein heißgeliebten Unterführungssprint,wenige km von der Haustür entfernt, hab ich nicht mehr hingekriegt. 5:54:00 Std sind es geworden. Also noch ein paar Minuten rausgeholt auf dem Rückweg.
Am Ende war ich dann ganz froh, dass ich schon so früh ne etwas längere richtige flache Einheit gemacht hab. Mach ich wohl mal öfter, nur eben nicht jede Woche. Ist aber ganz gut für den Kopf.

Zuhause war mir dann ob des schwülen Wetters etwas schwummerig und Überlegungen bezüglich des nächsten Samstags (Ottonenlauf) begannen. 70 km bei Hitze laufen ist eine Sache, aber 70 km, wenns so drückend ist was anderes, zumindest für meinen Kreislauf.

Sonntag stand nun ein längerer Lauf auf dem Plan, den ich schon vor dem Aufstehen knicken konnte. Der Kopf wummerte, die Ohren piepsten, geradeaus guggen ging nicht. Also konnte ich mich weiteren Überlegungen wegen des Ottonenlaufes hingeben. Ursprünglich war der Lauf als Vorbereitungslauf für den 100er im Herbst gedacht (der ja nu leider ausfällt). Dann dachte ich, lauf ich halt die 44 km-Strecke als Vorbereitung für den THF. Aber da erfuhr ich, dass der schönere Streckenabschnitt im oberen Teil ist. Also freundete ich mich wieder mit den 70 km an. Dann wieder etwas später erfuhr ich, dass der Lauf überwiegend aus Waldautobahn besteht, da hatte ich dann gar keine Lust mehr, hatte zu dem Zeitpunkt aber schon gemeldet.
Nun fahren wir trotzdem hin und guggen, wie dann am Samstag morgen so die Laune ist. Ich hab mir überlegt, ich könnte ja nen kontrollierten Ausstieg machen, entweder beim Marathon oder beim Halbmarathonstart. Dann hätte ich nen etwas längeren Lauf, das schönste Stück der Strecke und nen DNF in der Ergebnissliste. Ausserdem nehm ich mein Rad mit. Falls am Sonntag dann noch Kräfte da sind roller ich durch den Harz. Klingt doch nach nem tollen Plan oder? (Der Plan gilt nur, wenn es so ekelig schwül und drückend ist, wie gestern oder Samstag). Wenn die Möglichkeit besteht ohne Kreislaufkollaps das Ziel zu erreichen versuch ich mich mal an den 70 km.
Sonntag abend bin ich noch 10 km im Regen gelaufen mit gaaaanz schweren Beinen.
Und ich bin ca 50 m im Teich geschwommen (will ich ja nicht unterschlagen). Mein Freund meinte, das hätte so furchtbar ausgesehen, ich sollte mal lieber keinen Triathlon machen.
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Beim Rennrad-Kindertraining (10 jährige)
Kind1 (w): Darf ich dir mal was sagen?
Kind2 (m): Mhm
Kind1: Weißt du warum du langsam bist?
Kind2: Mhm???
Kind1: Du redest zu viel.
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