Zitat:
Zitat von lonerunner
Mir ist gestern schön der Keller abgesoffen, durfte dann nach dem Spätdienst noch prima alles leerschöpfen 
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Damit hatte ich auch gerechnet, als ich heim kam, aber diesmal htten wir wohl mal wieder Glück.
Denen hier wünsch ichs aber bis Oberkante Unterlippe:
Das ist hier die typische Denke: der Acker war nach den letzten Unwettern tagelang abgesoffen. Der liegt in ner Senke und man siehts auf dem Bild nicht oder nur schlecht, aber wo sie nu die Erde hingekippt haben, ist der tiefste Punkt.
Da füllense nu auf. Ob die Pisse nu in Zukunft beim Nachbarn aufn Acker rinnt, wo nachm Aufschütten der tiefste Punkt ist, oder ob sie sich auf der Strasse sammelt, die dann wahrscheinlich unbefahrbar wird, ist bei den Überlegungen wurscht, genauso, wie man sich null Gedanken macht, wie man das Zuviel an Wasser loswerden könnte, sprich ne Drainage legen.
N weiterer Punkt, den man vorallem auf den Kartoffeläckern sehen kann: die legen alle die Reihen in Fallrichtung. Logo, dass da das Wasser aufm schnellsten Weg nach unten läuft und alles mit- und wegreisst.
Würde man die Furchen quer zum Hang zackern, könnte der Boden das Wasser wahrscheinlich sogar aufnehmen, soweit denkense aber nicht.
Meine alte Hütte hatte n ähnliches Problem: wenns stark geregnet hat, stieg der Grundwasserspiegel und manchmal stands Wasser im Keller, verschwand aber auch wieder.
Nachm Krieg habense von russischen Kriegsgefangenen nen Wassergraben bauen lassen, der dafür sorgte, dass der Grundwasserspiegel nedd so hoch stand.
Sowas muss man ja aber nicht unterhalten, weil so n Graben natürlich nicht versandet, zuwuchert, und irgendwann nur noch für die Füsse ist.
Stattdessen füllt man halt den Keller auf, auch wenn man selbst mit meinen Einssiebzig dann nimmer durchgen kann, ohne den Kopf einziehen zu müssen.
Bauernpack, echt.
Alles totspritzen, Grünzeug rausreissen, wenns nedd aufm Acker steht und Ertrag abwirft und am besten alles, was nicht zum Anbauen geeignet ist, zubetonieren.
Das Bild oben mitm Baukran: das Grundstück war ne grüne Oase, als ich eingezogen bin. Alles hübsch schattig, viele Bäume rundum, super Windschutz, der wirklich gut aufgebaut war mit Hecke, Büschen und Bäumen.
Dann habense nach und nach alles abgeholzt und das hat man brutalst gemerkt.
Ich bin sicher, wenn die Akazie, die Blutbuche und die Linde, die das Haus deutlich überragt haben, noch gestanden hätten, wäre kein Blitz der Welt ins Dach gefahren.
Aber wennst halt bleed bist...